Das Buch zeigt, wie die unzureichend aufgearbeitete NS-Vergangenheit heutigen Antisemitismus fordert und was Bildung leisten kann, um ihm zu begegnen. Es analysiert sekundaren und israelbezogenen Antisemitismus in rechten wie linken Diskursen sowie Grenzen und Potenziale von Holocaust Education und antisemitismus-kritischer Bildungsarbeit. Theoretisch stutzt sich die Arbeit auf die fruhe Kritische Theorie, empirisch auf Fallstudien aus dem postnazistischen Raum. Dabei wird deutlich: Bildungsarbeit muss uber reine Wissensvermittlung hinausgehen und die Funktionen von Antisemitismus thematisieren, um Reflexion und Veranderung zu ermoglichen. Die Autorin ist Sozialwissenschaftlerin mit den Forschungsschwerpunkten Antisemitismus, Rechtsextremismus und Bildung.