In der Geschichte der Metaphysik ist die Ontologie immer als Lehre vom Sein betrachtet worden - obgleich diese nur das Sein des Seienden bedacht hat. Was es fur das Sein ist, Sein zu sein, wurde bislang nie grundlegend untersucht. Daher tritt hier an die Stelle einer Onto-logie eine Einai-logie, die - dem griechischen Ursprung des Seins (e??a?) folgend - die in sich dynamische Subsitution des Gegebenen durch das Intendierte vertritt. Irgendwiesein beschreibt dieses Verhaltnis als eine intentionale (Be-)deutung von Wirklichkeit, in der die Figurationen dessen, was ist in ein Panorama des seins als aufgelost werden. Ausgehend von einem radikalen Bruch mit Platonismus und Aristotlelismus in der Frage, wie sich Realitat verstehen lassen sollte, greift Irgendwiesein auf ein an Duns Scotus, Leibniz und Wittgenstein orientiertes Motiv auf, in dem die Individualitat der Erscheinung nicht dem Verdikt des Irrtums unterliegt, sondern die Brucke zu einer neuen Interpretation des Seins als Sein seines Seins in Form von Bedeutung offnet.