Quodlibet primum
AvHeinrich von Lubeck,Massimo Perrone
E-bok
PDF, Tyska, 20251 169 kr
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Beskrivning
Die wenigen biographischen Daten, die wir von Heinrich kennen, deuten auf seine feste Zugehorigkeit zur relativ kleinen Elite der deutschen Intellektuellen aus dem Predigerorden hin, welche in der Zeit Meister Eckharts und Dietrichs von Freiberg in Deutschland eine Position kultureller Hegemonie erreicht hatte. Sein Lebenslauf zeigt den charakteristischen Wechsel zwischen Lehre und Ordenspolitik, zwischen Studieren und Regieren, der auch bei den beiden anderen festzustellen ist - er war von 1325 bis 1336 Provinzialprior der Saxonia, in den Jahren 1312 und 1336 Provinzialvikar und ubte (wie Berthold von Moosburg) eine universitare Lehrtatigkeit als Lector regens am Kolner Studium generale aus. In Koln diskutierte er seine Quodlibeta. Er trug den Sigelring, den Meister Eckhart als erster Provinzial der Saxonia hatte herstellen lassen. In den Krisenjahren des Kolner Inquisitionsprozesses und der papstlichen Entscheidung in Avignon gegen Eckhart leitete Heinrich die Provinz, zu der Eckhart als filius nativus des Erfurter Konvents gehorte. Er wurde gewahlt, als die Eckhart-Affare begann, und blieb elf lange Jahre im Amt. Die Stellungnahmen zu den durch die Kolner Studenten vorgeschlagenen Fragen de quolibet , die eine Personlichkeit dieses Kalibers diskutierte, versprechen wichtige Einsichten in die theologischen Auseinandersetzungen des fruhen 14. Jahrhunderts. Der Bedeutung der Quodlibeta wird man jedoch erst dann gerecht, wenn ihr spezifisches kulturpolitisches Potential in bezug auf die regionalen Diskussionen, die damals innerhalb der deutschen Dominikaner stattfanden, vollstandig an den Tag gebracht wird. Der vorliegende Band bildet eine Basis fur weiterfuhrende Forschungen.