Aufsicht in dem Tor zur Hölle

Häftlinge und Polizisten als Wachen in dem Judendurchgangslager Westerbork

AvFrank Van Riet,Peter Bröhl

Häftad, Tyska, 2024

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Als 1942 die Judenverfolgung in den Niederlanden begann, nutzte die deutsche Besatzungsmacht das Flüchtlingslager Westerbork als Durchgangslager für die Deportation von Juden in die Vernichtungslager Osteuropas. Westerbork, ursprünglich Ende der 1930er-Jahre von der niederländisch-jüdischen Gemeinde für jüdische Flüchtlinge aus Deutschland eingerichtet, wurde effizient von den jüdischen Insassen organisiert, die den "Ordedienst" (OD) bildeten. Diese Organisation machte brutale Sadisten für die Lagerüberwachung, wie in anderen Lagern üblich, unnötig.Albert Konrad Gemmeker, der deutsche Lagerkommandant, hatte neben dem jüdischen OD, der oft als "Jüdische SS" bezeichnet wurde, lediglich ein Dutzend deutscher SS-Männer zur Verfügung. Zusätzliche Unterstützung für die äußere Bewachung kam von der Marechaussee, einer Einheit der niederländischen Polizei. In den zwei Jahren unter deutscher Leitung wurden mehr als 100.000 Juden aus Westerbork deportiert, was als das "Niederländische Tor zur Hölle" bekannt wurde. Der niederländische Historiker Frank van Riet beleuchtet die Verwaltung und Bewachung des Lagers in einem fast vergessenen Kapitel der niederländischen Kriegsgeschichte.

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