Digitale Techniken und Medien durchdringen mittlerweile unsere gesamte Lebenswelt. Sie verändern dabei tiefgreifend die Art und Weise, wie wir wahrnehmen, erkennen und handeln. Das Handbuch Philosophie der Digitalität widmet sich umfassend den philosophischen Dimensionen und den daraus resultierenden Herausforderungen der Digitalisierung. Im Gegensatz zu einer rein technischen Analyse der Digitalisierung reflektiert es die fundamentale lebensweltliche Bedeutung dieses Prozesses, der unsere alltäglichen Praktiken nicht nur begleitet, sondern oft disruptiv transformiert und problematisch werden lässt. Das Handbuch versteht sich als zentrales Referenzwerk für alle, die sich mit zentralen Fragen im Umfeld von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz fundiert auseinandersetzen wollen. Ziel ist es, aus dezidiert philosophischer Perspektive technische Phänomene wie Datafizierung, Algorithmisierung, Automatisierung und Maschinelles Lernen in ihrem inneren Zusammenhang darzustellen und ethisch zu reflektieren. Dabei geht es nicht nur um eine bloße Bestandsaufnahme, sondern um eine multiperspektivische Beleuchtung der digitalen Vernetzung und der daraus resultierenden Transformation der Gesellschaft. Besonderes Augenmerk liegt auf der kritischen Reflexion digitaler Technik: Wie verändern Algorithmen unser Verständnis von Autonomie und Verantwortung? Welche ontologischen Verschiebungen ergeben sich durch die Verschmelzung von physischer und digitaler Realität? Das Handbuch bietet zu diesen Fragen die notwendige begriffliche, ethische und systematische Orientierung, indem es klassische philosophische Disziplinen wie die Erkenntnistheorie, Ontologie und Sozialphilosophie mit den Entwicklungen der digitalen Technik verbindet.