Die neueste historische und religionsgeschichtliche Forschung weist mit Recht darauf hin, dass die exilische und nachexilische Geschichte "Israels" durch die Existenz unterschiedlicher und regional diversifizierter Jahwismen und deren Interaktionen miteinander geprägt ist. Das frühe Judentum bildet sich erst nach und nach in komplexen und vielschichtigen Aushandlungsprozessen dieser unterschiedlichen Gruppierungen heraus.Der vorliegende Band schließt eine wichtige Forschungslücke in der derzeitigen Diskussion, indem er eine dezidiert literaturgeschichtliche Perspektive wählt: Die 13 von international renommierten Expertinnen und Experten verfassten Beiträge fragen nach dem Einfluss, den diese binnen-israelitischen Ausdifferenzierungsprozesse auf die Formierung des Alten Testaments sowie seine textliche Überlieferung hatten.