Gottesvorstellungen und Antisemitismus
Eine religionsphilosophische Studie über die abrahamitischen Religionen
Häftad, Tyska, 2026
722 kr
Kommande
Beskrivning
Dieses Buch untersucht die Entstehung und Entwicklung der Konfliktdynamiken zwischen den abrahamitischen Religionen aus einer religionsphilosophischen, psychoanalytischen und politischen Perspektive und zeigt, wie verschiedene Gottesvorstellungen, kulturelle Narrative und verdrängte historische Traumata bis heute Antisemitismus, religiöse Spannungen und Identitätskonflikte prägen. Ausgehend von Freuds Moses-Studie und der These eines ägyptischen Ursprungs des Monotheismus verknüpft die Untersuchung die genealogischen Linien von Judentum, Christentum und Islam, analysiert ihre wechselseitigen Entwertungen, ihre Bilderverbote, ihre Frauenbilder und ihre politischen Implikationen – bis hin zu aktuellem Rechtsextremismus, islamistischem Antisemitismus und neuen Formen religiöser Ideologisierung. Zugleich öffnet das Buch mit Lévinas’ und Derridas Ethik einer unbedingten Gastfreundschaft einen zukunftsweisenden philosophischen Horizont, in dem die Anerkennung der Andersheit zum Gegenentwurf jeder totalitären, gewaltförmigen oder identitären Versuchung wird.