In den 90er und 2000er Jahren wunderten sich Kinoganger weltweit, warum Hollywood-Stars in absolut grauenhaften Filmen mitspielten und warum Regisseure wie Uwe Boll ("e;Alone in the Dark"e;) immer wieder Geld bekamen, obwohl ihre Werke floppten. Die Antwort lag nicht in Hollywood, sondern im deutschen Steuerrecht. "e;Das Steuer-Kino"e; erzahlt die absurde Geschichte der deutschen Medienfonds und des sogenannten "e;Stupid German Money"e;. Das Buch erklart, wie eine Lucke im Gesetz es wohlhabenden deutschen Zahnarzten und Anwalten erlaubte, Investitionen in Filme zu 100% sofort von der Steuer abzusetzen. Der Clou dabei: Der Film musste keinen Gewinn machen. Im Gegenteil, ein Verlust war steuerlich oft attraktiver. Dies fuhrte zu einer Ara, in der Filme produziert wurden, nicht um gesehen zu werden, sondern um Geld zu verbrennen. Autor Frank Muller blickt hinter die Kulissen dieses bizarren Finanzsystems, das Trash-Kino rentabel machte und Hollywood-Blockbuster wie "e;Herr der Ringe"e; erst ermoglichte. Es ist eine Lehrstunde uber perverse Anreize und wie Fiskalpolitik versehentlich die Kulturlandschaft formte.