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Fragilitat
Konturen einer Semantik
AvMatthias Schaffrick,Maren Lickhardt
E-bok
PDF, Tyska, 2026569 kr
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Beskrivning
Warum wirkt heute alles fragil? Das Buch beleuchtet in der Beschaftigung mit Literatur, Asthetik und Gesellschaft die Risiken und Reize des Fragilen und erkundet die Semantik der Zerbrechlichkeit. fragil Adj. [lat. fragilis, zu: frangere, Fraktion] (geh.): zerbrechlich, zart. Als Semantik sozialer Selbstbeschreibungen erlebt das Fragile gegenwartig eine Konjunktur. Fragil ist gleicherma en geeignet, Frieden, Glaube, Schonheit, Ordnung, Leben oder Gluck zu beschreiben oder Bundnisse, Beziehungen, Erfolge oder Wahrungen zu beurteilen. Moderne Gesellschaften stellen sich und ihre Ordnung mit dieser Semantik als verletzlich, unsicher, erschuttert und verganglich dar. Oft spiegeln sich darin politische oder kulturelle Konflikte, die vermeintliche Selbstverstandlichkeiten infrage stellen. Fragilitat hat zudem eine seltener beachtete, asthetische Komponente. Einerseits fallt unter fragil die Asthetik des Feinen, Filigranen oder Zarten, das dem Prosaischem des Alltags gegenubersteht. Andererseits dient das Fragile in der Literatur oder Performancekunst, im Film oder im Theater als Ressource asthetischer Verfahren, die auf eine Irritation der Wahrnehmung und auf Formen der Kritik abzielen. Alles, was sich als zerbrechlich, zart, verganglich oder fein erweist, fordert einen sorgsamen und behutsamen Umgang heraus. Das Fragile muss gepflegt werden mit philologischer Zuwendung und theoretischer Raffinesse.