Ulrich Schneider, langjahriger Hauptgeschaftsfuhrer des Deutschen Paritatischen Wohlfahrtsverbandes, erzahlt mit viel Warme, Witz und groer Genauigkeit von seiner Arbeiterkindheit im Revier: von Eltern, die sich aufrieben, von Muttern, die alles zusammenhielten, von Vatern, die fruh verschlissen wurden, und von einem Milieu, das gepragt war von Stolz, Solidaritat, Harte und bescheidener Grozugigkeit. Sein Ruckblick ist keine verklarte Ruhrgebietsnostalgie. Es ist eine Milieustudie und zugleich eine kritische Auseinandersetzung mit der bundesrepublikanischen Sozialgeschichte, mit ihrer Bildungs- und Sozialpolitik, ihren gebrochenen Aufstiegs- und Wohlstandsversprechen und ihrer Arbeiterklasse, in der er aufwuchs. Ein Buch uber das Ruhrgebiet. Ein Buch uber Arbeiter und Arbeiterkinder. Ein Buch uber Deutschland.