Teresa, eine junge Frau aus bescheidenen Verhaltnissen kommt aus dem Veltlin nach Zurich, um bei einer wohlhabenden Familie als Kindermadchen zu arbeiten. Sie soll sich um Giovanni und Pietro kummern, die Kinder des Psychiaters Bruno und der Archaologin Maria. Aus erster Ehe hat Maria eine Tochter, Esther, die ein paar Jahre alter ist als Teresa, und nicht mehr zu Hause wohnt. Uber dem Familienleben und der angespannten Beziehung zu Esther schwebt der Schatten von Marias verstorbenem ersten Ehemann. Und ein kaum greifbarer Verdacht, der dem Kindermadchen zu schaffen macht. Jahrzehnte spater, nach dem Tod der Eltern, bringt eine geheimnisvolle Einladung die Familie und Teresa wieder zusammen. Aus verschiedenen Perspektiven erzahlt, enthullt Anna Ruchat nach und nach ein toxisches Familiengefuge, das von seiner Vergangenheit heimgesucht wird. Ein gespenstisch schoner, atmospharischer Roman, der in glasklarer Sprache das Unaussprechliche beschwort.