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    Jeremia im Spiegel des Buches

    AvUwe Becker

    Inbunden, Tyska, 2026

    Del 195 i serien Forschungen zum Alten Testament

    2 002 kr

    Beställningsvara. Skickas inom 3-6 vardagar. Fri frakt över 249 kr.

    Beskrivning

    Uwe Becker bietet eine umfassende redaktionsgeschichtliche Analyse zentraler Texte in Jer 1-36, um ein völlig neues Gesamtbild von der Entstehung des Jeremiabuches zu zeichnen. Am Anfang der Entwicklung stand die Verkündigung des "historischen Jeremia", der ein noch unbestimmtes Unheil "von Norden" herbeikommen sieht (Jer 4-6) und eine verhaltene, von Bedauern getragene Kritik an den letzten Königen Judas (Jer 21-22) äußert. Im Laufe der Genese des Buches identifiziert sich der literarische Prophet, die "prophetic persona", immer mehr mit seiner Aufgabe: Er wird von Gott selbst zur Wortverkündigung berufen (Jer 1), wird in den Zeichenhandlungen (Jer 13; 18; 19; 32) mit seinem eigenen Körper Teil der Verkündigung, bis er schließlich unter der prophetischen Aufgabe leidet und um ihretwillen verfolgt wird (Jer 36). Die hier skizzierte Entwicklung hat zwar beim historischen Jeremia begonnen, sie ist jedoch in weit größerem Ausmaß, als man früher dachte, das Ergebnis komplexer Fortschreibungsprozesse. In ihnen spiegeln sich zugleich markante Wandlungen im Prophetenbild wider, wie sich beispielhaft an der Genese von Jer 27-29, einem mehrschichtigen Diskurstext über "wahre" und "falsche" Prophetie, ablesen lässt. Aus dem historischen Jeremia, der in seinen mutmaßlich "echten" Worten noch die höfische Religion Judas repräsentiert, wird im Verlauf der Buchwerdung der Prediger des unabwendbaren Gottesgerichts und eindringliche Mahner zum Toragehorsam, bevor er am Ende (wieder) zum Künder und Repräsentanten neuen Heils wird (Jer 30f.). Mit seinen Analysen verbindet Uwe Becker eine neue These zur Entstehung der Unheilsprophetie in Juda: Sie ist nicht schon im 8. Jahrhundert anzusetzen, sondern nimmt mit Jeremia als dem Propheten des Übergangs in der späten staatlichen Epoche Judas ihren Anfang.

    Produktinformation

    • Utgivningsdatum:2026-04-20
    • Mått:155 x 232 x 34 mm
    • Vikt:828 g
    • Format:Inbunden
    • Språk:Tyska
    • Serie:Forschungen zum Alten Testament
    • Antal sidor:465
    • Förlag:Mohr Siebeck
    • ISBN:9783162000101

    Utforska kategorier

    • Biblar inom Filosofi och religion

    Mer om författaren

    Geboren 1961; 1989 Promotion (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn); 1996 Habilitation (Georg-August-Universität Göttingen); seit 2003 Lehrstuhl für Altes Testament an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

    Innehållsförteckning

    • 1. Einführung: Der Prophet und das Buch1.1. Theologie im Übergang1.2. Prophetie und Biographie1.3. Vom Wesen der Prophetie1.4. Das Vorhaben2. Die Entstehung des Jeremia-Buches2.1. Das literarische Grundproblem2.2. Streiflichter der Forschungsgeschichte2.3. Der Text des Jer-Buches3. Die Überschrift 1,1-3 als Spiegel des Buchwachstums3.1. Von den Worten Jeremias zum Wort Jahwes3.2. Hat Jeremia zur Zeit Joschijas verkündigt?4. Jer 1,4-14: eine Theologie des Gotteswortes4.1. Zum literarischen Charakter von Jer 1,4-104.2. Die beiden Visionen Jer 1,11-144.3. Resümee5. Jer 2-10 und das älteste Jeremia-Buch5.1. Die beiden „Kompositionen" Jer 2-6 und 8-105.2. Verständnisprobleme in Jer 2-65.3. Forschungsgeschichtlicher Überblick5.4. Die Ich-Klagen als Antwort auf die Unheilsansagen5.5. Exkurs: Jer 7 zwischen Jer 2-6 und Jer 8-105.6. „Unheil von Norden": Die Unheilsansagen in Jer 4-105.7. Jer 2,1-4,4: Sünde und fehlende Umkehr5.8. Die älteste Jeremia-Tradition und ihre Theologisierung6. Die Tempelreden in Jer 7 und 266.1. Die Doppelüberlieferung Jer 7 und 266.2. Die erste Tempelrede (Jer 7,1-15) und ihr doppelter Skopos6.3. Die Entstehung von Jer 7,1-156.4. Ergebnis: Literarische Schichtung von Jer 7,1-156.5. Die LXX-Fassung von Jer 7,1-156.6. Die zweite Tempelrede Jer 266.7. Prophetenbilder in Jer 266.8. Jer 26 als relecture von Jer 76.9. Ergebnis: Literarische Schichtung von Jer 266.10. Resümee und Ausblick7. Die Symbolhandlungen als literarische Inszenierungen7.1. Prophetische Symbolhandlungen7.2. Der Leinengürtel (Jer 13,1-11)7.3. Jeremia beim Töpfer (Jer 18,1-6) 7.4. Der zerbrochene Krug (Jer 19,1-13)7.5. Der Ackerkauf in Anatot (Jer 32)7.6. Die Zeichenhandlungen als literarische Inszenierungen8. Die Königssprüche (Jer 21,1-23,8)8.1. Überblick über Jer 21-248.2. Das Ende Jerusalems und Zidkijas (Jer 21,1-10)8.3. Sprüche über Joahas, Jojakim und Jojachin (Jer 21,11-23,8)8.4. Zusammenfassung und Ausblick9. Vom Vorzug der ersten Gola: Jer 249.1. Aufbau und Schichtung9.2. Forschungsgeschichtliche Skizze9.3. Literarkritische Überlegungen9.4. Jer 24 als Programmtext der golaorientierten Redaktion10. Jeremia und die falschen Propheten: Jer 27-2910.1. Jer 27-29 als Komposition10.2. Die Symbolhandlungen vom Joch (Jer 27-28)10.3. Der Brief an die Exulanten (Jer 29)10.4. Prophetendiskurse in Jer 27-2911. Das „Trostbüchlein" Jer 30-3111.1. Unheil und Heil in Jer 30-31: eine Übersicht11.2. Hypothesen zum historischen und literarischen Ort11.3. Literarische Schichtungen in Jer 30,1-31,2611.4. Die Anhänge in Jer 31,27-4011.4.1. Neusaat und neuer Bund: Jer 31,27-3411.4.2. Jer 31,35-37 und 31,38-4011.5. Die Entstehung des „Trostbüchleins": ein Resümee12. Von der Passion des Gotteswortes: Jer 3612.1. Jer 36 - ein Tatsachenbericht?12.2. Literarische Analyse12.3. Jer 36 in geschichteter Übersetzung12.4. Der Grundbestand: eine Zeichenhandlung12.5. Die Erweiterungen der Grunderzählung12.6. Resümee13. Ertrag: Theologische Grundlinien im Jer-Buch13.1. Das literargeschichtliche Ergebnis13.2. Presentation of a prophet: Prophetenbilder13.3. Die Stellung Jeremias in der Geschichte der ProphetieAnhang: Die Texte in literarkritischer Schichtung