Die Studie widmet sich dem Problem der Bewegungsanalyse, ausgehend von Gesellschaftstanz und Tanztheater im 20. Jahrhundert. Im Zentrum steht die Motorik des sich bewegenden Köouml;rpers. Aus der analytischen Beobachtung und Beschreibung - mittels eines neu entwickelten Systems zur Inventarisierung von Bewegung - ergeben sich die 'BewegungsTexte'. Die Leistungsfäauml;higkeit des Systems erweist sich nicht nur im Vergleich mit traditionellen Beschreibungs- und Notationsverfahren, sondern vornehmlich in der Gegenüuuml;berstellung von Populärtänzen des 20. Jahrhunderts, vom Tango bis zum Twist, mit Werken des Tanztheaters der Jahre 1910 bis 1965. Jenseits von traditionellen Stil- oder Genrebegriffen ergeben sich so zeitspezifische Muster motorischer Identität. Dabei werden Ansätze sichtbar, die auch im weiteren theater- und kulturhistorischen Rahmen für eine Geschichte der Bewegung relevant sein dürften.