Rituale bei der Bestattung, aber auch fortdauernder Totenkult stellen gesellschaftlich hochrelevante Kommunikationssituationen dar. Diese Beiträge eines Kolloquiums des Collège de France und des Schwerpunktprogramms "Reichs- und Provinzialreligion" untersuchen für die römische Kaiserzeit, ob sich hier Praktiken sozialer Differenzierung, medialer oder religiöser Innovation aufspüren lassen – wie sie für andere gesellschaftliche Bereiche als "Romanisierung" oder "Ausbildung von Provinzialkulturen" in der Forschung diskutiert werden.