Gedanken, Begegnungen und Erinnerungen einer auergewohnlichen Frau des 19. Jahrhunderts: In "e;Ein Tagebuch"e; halt Therese von Bacheracht nicht nur auere Erlebnisse fest, sondern gewahrt auch einen ebenso personlichen wie eindringlichen Einblick in ihr Seelenleben. Mit wachem Blick beobachtet sie die Gesellschaft ihrer Zeit, ihre Konventionen und Widerspruche. Sie schreibt uber Liebe und Einsamkeit, Hoffnung und Enttauschung, uber die Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben und die Grenzen, die einer Frau durch Herkunft, Ehe und gesellschaftliche Erwartungen gesetzt sind. Dabei verbindet sich empfindsame Selbstbetrachtung mit klugen Beobachtungen uber Menschen, Beziehungen und die Welt, in der sie lebt. Therese von Bacherachts Sprache ist offen, gefuhlvoll und erstaunlich modern. Hinter den personlichen Aufzeichnungen wird das Portrat einer Frau sichtbar, die sich nicht mit den ihr zugedachten Rollen begnugen will und nach Freiheit, geistiger Unabhangigkeit und wahrhaftigem Gluck sucht. "e;Ein Tagebuch"e; ist ein eindrucksvolles Zeitdokument und zugleich eine beruhrende Lekture uber die zeitlosen Fragen des menschlichen Herzens.