21.Juni 1941. Im von der Sowjetunion besetzten Ostpolen stehen deutsche Panzer, Infanterie, Artillerie - aufgereiht in einer Lange, die kein Auge uberblickt. Am nachsten Morgen beginnt der grote Angriffskrieg der Geschichte. "e;Moskau"e; ist der erste Band von Plieviers Kriegstrilogie chronologisch der Anfang, obwohl er nach Stalingrad geschrieben wurde, sieben Jahre nachdem Plievier die Geschichte ihres Endes erzahlt hatte. Nun erzahlt er den Anfang: den deutschen Vormarsch durch die sowjetischen Gebiete, die riesigen Kesselschlachten des Sommers und Herbstes 1941, den Vorgriff auf Moskau, den Wintereinbruch, das Stocken der Offensive und schlie lich den Moment, in dem die Welle zurucklauft und die Illusion des schnellen Sieges zerbirst. Wie in "e;Stalingrad"e; verfolgt Plievier seine Figuren auf beiden Seiten der Front: den Oberstleutnant Vilshofen, der hier noch mit seinen Panzern bis vor Moskau fahrt und den man in Stalingrad im Kessel wiederfinden wird, und den Unteroffizier Gnotke, der am Ende ins Strafbataillon versetzt wird als ahnte der Autor, wohin dieser Krieg ihn noch fuhren wurde. Plievier schreibt mit der Genauigkeit eines Reporters und der Wucht eines Epikers: kein falscher Heroismus, keine verklarende Distanz, nur das schonungslose Panorama eines Vernichtungskrieges, der von Anfang an einer war. Bis heute gibt es kein Werk, das den Beginn des deutsch-sowjetischen Krieges mit vergleichbarer Authentizitat und Eindringlichkeit darstellt.