Arthur, Mitte funfzig und einst ein angesehener Apotheker, ist gerade aus dem Gefangnis entlassen worden. Mit einem winzigen Rollkoffer und einem Stuck Zigarettenpapier, auf das jemand eine Adresse gekritzelt hat, steigt er am Abend in einer fremden Stadt aus dem Zug. Hier wird er ein neues Leben beginnen - oder vielmehr in ein geliehenes schlupfen: Er zieht in das Haus seines Zellennachbarn Eddie, schlaft in dessen Jugendzimmer und arbeitet im Schreibwarenladen der Familie. So reiht sich ein Tag an den nachsten: Arthur verkauft Grukarten und Kugelschreiberminen und macht abends Lebendkontrolle beim dementen Onkel Rudi, der unterm Dach wohnt. Was ihn davon abhalt, endlich Schluss zu machen, ist einzig seine Hoflichkeit. Doch die Menschen im Ort haben sich, wie in stiller Ubereinkunft, seiner angenommen. So wird, was als Stellvertreterleben beginnt, zu einer leisen Ruckkehr ins Dasein. Mit gro er Empathie und feinem Humor erzahlt Susan Kreller von einem Mann, der sich selbst aufgegeben hat und von einer Gemeinschaft, die ihn unaufdringlich, aber bestimmt zuruck ins Leben holt. Licht nach oben ist ein beruhrender Roman uber zweite Chancen und die widerstandige Kraft von Fursorge und Menschlichkeit.