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Ilya Kabakov. Brief in die Zukunft
Ein Gesprach mit Claudia Jolles
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Beskrivning
llya Kabakov (1933-2023) war die pragende Figur der inoffiziellen Kunstszene Moskaus. Mit Installationen wie Der Mann, der in den Kosmos flog wurde er nach seiner Emigration in den Westen weltbekannt. In dieser Publikation, hervorgegangen aus einem Gesprach wenige Wochen vor seinem Tod, bietet er einen beruhrenden Einblick in sein Leben in der Sowjetunion und eine kritische Reflexion des zeitgenossischen Kunstbetriebs. Zugleich erlautert er, was ihn als Kunstler antrieb und was er der Nachwelt hinterlassen mochte: In meinem Studio entwarf ich viele Plane fur Installationen. Diese waren sehr genau gezeichnet in der Hoffnung, dass Archaologen sie in einer unbestimmten Zukunft finden und rekonstruieren wurden. Es war wie ein Brief, der in die Zukunft gesandt wird, wie wenn jemand eine Flasche in den Ozean wirft in der Hoffnung, dass diese einmal gefunden wird. Und fur diesen Fall musste alles sehr prazise gemacht werden. Im nun letzten Gesprach schwingt alles mit, was auch seine zutiefst menschliche Kunst pragt: Humor, eine scharfe Beobachtungsgabe und kreativer Eigensinn. Und er pladiert: Gute Kunst ist Kunst fur alle. Claudia Jolles (*1958, Wien), Kunsthistorikerin, freie Kuratorin und Kunstkritikerin, lebt in Zurich. Von 1996 bis 2022 war sie Chefredakteurin der Zeitschrift Kunstbulletin, Zurich. Seit der Ausstellung Am Rande in der Kunsthalle Bern 1985 war sie mit Ilya Kabakov freundschaftlich verbunden und realisierte als Co-Kuratorin eine Ausstellung mit ihm im Portikus Frankfurt, kuratierte eine Schau in der Kunsthalle Zurich sowie eine Gruppenausstellung im Museo d'Arte Contemporanea Luigi Pecci in Prato. Parallel dazu publizierte sie in diversen Medien Texte zu Ilya und Emilia Kabakov.