Zum ersten Mal alle Erzahlungen von Hanne Lenz in einem BandKurz nach dem Krieg, 1946, veroffentlichte Hanne Lenz unter dem Pseudonym Cornelia Dehn ihren Erzahlungsband Das Nachtkarussell im Ulmer Aegis Verlag. Diese 5 Erzahlungen sollten die einzigen bleiben, die sie zu ihren Lebzeiten veroffentlichte zu enttauscht war sie damals von der au eren Aufmachung des Buches, nannte es spater eine Jugendsunde . Fortan widmete sie sich dem Schreiben anderer. Als Autorin ist sie heute auch nicht bekannt, vielmehr als Briefpartnerin etwa von Paul Celan oder als Romanfigur ihres Mannes Hermann Lenz, als Treutlein HanniEine Lekture der Texte zeigt aber schnell, dass diese Erzahlungen weitaus mehr sind als eine blo e Jugendsunde . Stilistisch und motivlich in den Kontext der fruhen Nachkriegsliteratur einzuordnen, handeln die Texte bilderreich von Verwustung und Ruinenlandschaften, von Krieg und Tod, vom ausgebluteten Europa, von Einzelgangern, die sich fremd fuhlen. Neben den 5 Erzahlungen nimmt dieser Band noch zwei weitere, 1947 geschriebene Erzahlungen von Hanne Lenz auf, umfasst also alle von ihr bekannten literarischen Texte. Beitrage von Peter Handke und Anna Katharina Hahn, ein Nachwort von Rainer Moritz, ein Poetry Slam von Svea Paul sowie zahlreiche Abbildungen runden den Band ab.