Verlagslizenzierungen in der Sowjetischen Besatzungszone (1945-1949)
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Bücher für alle verfügbar und zugänglich zu machen, war oberste Zielsetzung der Buchförderungsprogramme, die die UNESCO zwischen 1946 und 1982 durchführte. Die Maßnahmen zur Verbesserung der Buchproduktion und -distribution sind als Teil des umfassenden gesamtgesellschaftlichen Auftrages zu verstehen, zur Friedenssicherung und zur Verbesserung der Bildungschancen beizutragen. Damit lassen sich die buchfördernden Programme, vor allem das in den 1960er und 1970er Jahren entwickelte book development-Programm, als frühe Initiativen zur Erreichung einer globalen Informationsgerechtigkeit deuten.
Die Arbeit stellt anhand zahlreicher Fallstudien Projekte zur Buchförderung vor und bewertet diese in ihren Wirkungen. Gleichzeitig wirft sie grundsätzliche Fragen nach der Funktion des Buches in der Gesellschaft auf. Unterschiedlich strukturierte Buchmärkte und fremde Buchkulturen werden in weltweit vergleichender Betrachtung einander gegenübergestellt. So entsteht ein Beitrag zur internationalen Buchhandelsgeschichte des 20. Jahrhunderts und zur Rolle des Buches in der Weltkultur. Zugleich ist die Arbeit auch als Fallstudie der Arbeitsweisen einer internationalen Organisation zu lesen.
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Im Laufe des 18. Jahrhunderts waren zahlreiche deutschsprachige Buchhändler, Drucker und Verleger im Londoner Buchhandel tätig. Diese Studie geht der Bedeutung des deutschsprachigen Buchhandels in der britischen Hauptstadt nach und zeigt, dass dieser den Londoner Buchhandel und den deutsch-englischen Kulturaustausch stark beeinflusste. Damit leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zur deutsch-englischen Buchhandelsgeschichte.
Ullstein in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
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Organisationen, Kompetenzen, Verlage, Bücher - Eine Dokumentation
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Oliver Duntzes Studie ist die erste monographische Darstellung über einen neuen Verlagstypus, der sich nach 1480 verbreitete und mit einem neuen volkssprachlichen Programm aus Ratgebern, Unterhaltungs- und Erbauungsliteratur die gebildeten Laien aus der Region bediente.
Die Studie ist ein wichtiger Beitrag zur Buch- und Buchhandelsgeschichte und zur Frühdruckforschung. Auch für Literaturwissenschaftler und Historiker ist sie von Interesse, da die ausführliche Darstellung des Druckprogramms der Offizin Hupfuff ein Licht auf die literarischen Bedürfnisse des Kaufpublikums und der Leser des späten 15. Jahrhunderts wirft.
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Der 1934 von Eugen Claassen und Henry Goverts gegründete H. Goverts Verlag konnte, anders als andere Verlage bürgerlich-liberaler Provenienz, bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges fortbestehen und erhielt bereits im Oktober 1945 von der Britischen Militärregierung die Lizenz zur Weiterarbeit. Die Studie zeigt verlagsinterne Entscheidungsprozesse auf und stellt dar, unter welchen Bedingungen und wie weit es einem Kleinverlag möglich war, Handlungsspielräume unter der nationalsozialistischen Diktatur zu nutzen.
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Ob Aufklärungsphilosophie, Shakespeare, Landschaftsgärten oder Kleidermode - das 18. Jahrhundert gilt als das ‚englischste' Jahrhundert der deutschen Geschichte. An der Schnittstelle von Buchhandels-, Wissenschafts- und Ideengeschichte, Germanistik und Anglistik erforscht die Studie die materiellen Grundlagen dieses intensiven Kulturtransfers: die Distribution und Übersetzung englischen Schrifttums im Deutschland des 18. Jahrhunderts. Sie beschreibt Übersetzungstheorie und -praxis bis hin zu den nicht selten durch "Brodmangel" gekennzeichneten Arbeitsbedingungen der Übersetzer.
Die bisherige Forschung zum Thema Entdeckung Englands bzw. Englandbild in Deutschland im 18. Jahrhundert beschränkt sich auf Fragen zu der Rezeption einzelner großer Namen und Autoren der fiktionalen Literatur. Die Faktoren Distribution und Übersetzung sowie die Bereiche wissenschaftliche Texte und Gebrauchsliteratur wurden bislang noch unzureichend erforscht.
Georg Von Holtzbrinck ALS Verlagsunternehmer Im Dritten Reich
1 280 kr
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Die Studie ist die erste wissenschaftliche Untersuchung über die Geschäftstätigkeit Georg von Holtzbrincks vor 1948. Die von ihm betriebenen Firmen waren eher unbedeutend. Das Geschick, mit dem Holtzbrinck sich dieser Instrumente experimentell bediente, verweist jedoch bereits auf den späteren Konzernstrategen. Die Studie erlaubt einen Blick in unerforschte Grauzonen des nationalsozialistischen Buch- und Zeitschriftenmarktes sowie die Frühgeschichte der modernen Buchgemeinschaften. Somit geht es um ein Stück kritische Selbstreflexion der Anfänge unseres heutigen Mediensystems.