Beiträge zur Betriebswirtschaftslehre – serie
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Häftad, Tyska, 1962
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In der vorliegenden Untersuchung werden die Ergebnisse einer Forschungs arbeit veröffentlicht, deren Ziel war, absolutes Neuland zu erschließen. Wieder holt bin ich von beachtlicher Seite der Unternehmerschaft, wie auch von besten Kennern der Handelskammern, so Herrn Dr. Waldemar Ringleb, aufgefordert worden, doch Forschungsarbeiten in Gang zu setzen, die zwar nicht unbedingt konkreten Nutzen versprechen, deren Durchführung aber nötig ist, damit für den Fall des Bedarfs wissenschaftlich das Material vorbereitet ist, welches von der Praxis aus nicht erstellt werden kann. Ich habe solchen Ratschlägen um so lieber Folge geleistet, als mir eine derartige prospektierende Tätigkeit selbst liegt, so daß ich vielleicht eine Empfindung dafür habe, mir jüngere Mitarbeiter heranzuholen, die ähnliche Neigungen aufweisen. Es drehte sich einmal darum, gewisse Einseitigkeiten unserer Börsenentwicklung auf lange Sicht zu korri gieren, dann darum, die beträchtlichen Benachteiligungen der mittleren und kleineren Gewerbebetriebe in der Kapital-und Kreditversorgung einer besse ren Lösung entgegenzuführen, weiter eine größere Vielfalt von zweckmäßigen Kapitalanlagen anzubieten und schließlich der uns in unserem Lande auf lange Frist drohenden Überbetonung des langfristigen Kredits gerade bei den Ge schäftsbanken zu entgehen, die uns, wenn sie sich durchsetzen sollte, langfristig vor ernste Liquiditätsfragen stellen würde, weil man mit kurzfristigen Ein lagen schwer Dauerkredite geben kann. Die Lösung muß also darin gesehen werden, daß gewisse Teile der Bankeinlagen lieber direkt in Industriekredite überführt werden, und zwar unter Anbringung einer zweckmäßigen Risiko verteilung, d. h. von Sicherungsmaßnahmen, so daß zumindest eine Verlangsamung des Prozesses der Verlängerung der Bankbilanzen eintreten könnte.
Häftad, Tyska, 1962
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Die Notwendigkeit neuer Bewertungsmaßstäbe am deutschen Aktienmarkt Das Erfordernis, an den deutschen Aktienmärkten nach neuen, internatio nalen Bewertungsmaßstäben Ausschau zu halten, ergibt sich aus der Tatsache der zunehmenden Beteiligung der deutschen Kapitalmärkte und Börsen am internationalen Kapitalverkehr, einer Erscheinung, die man als Beendigung des Zustandes des "geschlossenen Handelsstaates" der deutschen Kapital märkte bezeichnet hat. Während die Börsenplätze London und Paris seit dem Kriege von ihrer internationalen Stellung einiges eingebüßt haben, sind die deutschen Börsenplätze in den letzten Jahren verstärkt in den Vordergrund gerückt 1), mit dem Ergebnis einer gewissen Konkurrenz zwischen den großen Finanzplätzen in Westeuropa, das Zentrum des europäischen Kapitalmarktes zu werden. Die Wiedereingliederung unserer deutschen Wertpapierbörsen in den internationalen Kapitalverkehr und Kapitalmarkt erhielt ihren stärk sten Impuls durch die per Ende 1958 erfolgte Konvertibilitätserklärung der deutschen Währung - Runderlaß Außenwirtschaft Nr. 60/58 vom 29. Dez. 1958 - wie auch der wichtigsten anderen europäischen Währungen, nachdem dieser Maßnahme bis dahin bereits verschiedene Allgemeine Genehmigungen der Deutschen Bundesbank (Bank deutscher Länder) vorausgegangen waren, die Deutschland zu einem Hartwährungsland im Effektenverkehr gemacht hatten. - Rechtliche Beschränkungen für Wertpapierinvestitionen deutscher Anleger im Ausland und ausländischer Investoren in Deutschland bestehen heute praktisch nicht mehr; der Effektenverkehr über die deutschen Grenzen von hüben nach drüben und umgekehrt ist frei geworden, wenn man von dem in geringem Umfang in einigen europäischen Ländern noch bestehenden Anachronismus derEffekten- oder Kapitalvaluten absieht.