Nach der Wiedervereinigung wurde Ostdeutschland mit völlig neuen Rahmenbedingungen konfrontiert. Die Unternehmen benötigten einen schnellen und effizienten Transfer von Know-how, um das in westlichen Netzwerken gespeicherte Wissen nutzen zu können.Alexander W. Schulze entwickelt ein Know-how-Transfermodell, das die unterschiedlichen Privatisierungsformen und die wesentlichen Transferformen berücksichtigt. Er unterscheidet dabei zwischen marktlichen und nicht-marktlichen Formen. Der Autor unterzieht das Modell einer empirischen Überprüfung und zeigt auf, welche Formen einen effizienten Kow-how-Transfer und somit eine erfolgreiche Unternehmenstransformation ermöglichen und wie diese Transfers gestaltet sein müssen.
Zehn Jahre nach Beginn der Transformation in Ostdeutschland und Osteuropa sind die Umwälzungen in vielen Ländern weitgehend abgeschlossen. Doch noch immer befinden sich einige Transformationsländer Osteuropas in einer Krise und die ostdeutsche Wirtschaft trägt sich nicht selbst. Für einige asiatische Länder stellt sich die Frage, wie sie ihren Transformationsprozess gestalten sollen.Carsten Dierks untersucht, ob die Transformation in Ostdeutschland zu schnell und zu kostenintensiv verlief und wie andere Länder auf einen erfolgreichen Transformationsabschluss hinarbeiten. Zentrales methodisches Instrument seines qualitativen Modells, das er auf die neuen Bundesländer und auf Polen anwendet, ist die Untersuchung des Mittelflusses. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die schnelle Privatisierung ostdeutscher Betriebe richtig war und dass Investitionen ausländischer Unternehmen wesentlich zu einem dauerhaften wirtschaftlichen Aufschwung beitragen.