Sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend: Forschung als Beitrag zur Aufarbeitung – serie
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16 produkter
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Häftad, Tyska, 2016
712 kr
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Mit diesem Buch wird eine sozialwissenschaftliche Studie zu Ursachen und Folgen des über Jahrzehnte anhaltenden Missbrauchs im österreichischen Benediktinerstift Kremsmünster vorgelegt.In Deutschland und Österreich haben Kinder und Jugendliche über Jahrzehnte in Eliteinternaten traumatisierende Erfahrungen mit schwarzer Pädagogik und sexualisierter Gewalt gemacht. Ringe des Schweigens und der Scham wurden um diese mehrheitlich an Jungen ausgeübte Gewalt gelegt und haben die Aufarbeitung über Jahre verhindert. Diese hat nun endlich begonnen und wird sowohl als individuelles Leid thematisiert, aber es ist auch ein gesellschaftlich-institutionelles Thema. Mit dieser Studie soll am Beispiel des Benediktinerstifts in Kremsmünster gezeigt werden, dass auch der Forschung eine wichtige Rolle bei der Aufarbeitung zukommt.
Häftad, Tyska, 2016
611 kr
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Das Buch befasst sich mit dem Missbrauchs- und Misshandlungsskandal im Klosterinternat Ettal, einer traditionsreichen Institution mit Eliteanspruch. Im Rahmen der Aufdeckungswelle im Jahre 2010 haben – neben vielen Anderen – auch ehemalige Schüler dieses Internats den Weg in die Öffentlichkeit gesucht und von Erfahrungen sexualisierter Gewalt innerhalb einer Kultur der „schwarzen Pädagogik“ berichtet. Sie gründeten eine Selbsthilfeorganisation und überzeugten die Klosterleitung von der Notwendigkeit einer unabhängigen sozialwissenschaftlichen Studie. Im Rahmen dieser Erhebung haben Betroffene ihre Geschichte erzählt, die einschneidenden lebensgeschichtlichen Folgen ihrer traumatischen Erlebnisse aufgezeigt und die entsprechenden institutionellen Bedingungen benannt Auf der Basis der erhobenen Daten konnten vor allem systemisch-organisationale Erklärungen gefunden werden für die jahrzehntelang andauernde Gewalt gegen Schüler innerhalb der Benediktinerabtei Ettal.
561 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Die seit 2010 in der Öffentlichkeit bekanntgewordenen Informationen über den Diskurskomplex „Sexuelle Gewalt an Jungen in kirchlichen Institutionen und privaten Eliteeinrichtungen des Erziehungswesens“ hat eine Gruppe ehemaliger Schüler der Elly-Heuss-Knapp-Schule in Darmstadt aufmerksam verfolgt. Auch sie waren Opfer sexuellen Missbrauchs, jahrzehntelang begangen durch den an dieser Schule von 1954 bis 1992 tätigen Lehrer Erich Buß. Erich Buß war 38 Jahre lang Lehrer an der Elly-Heuss-Knapp-Schule. In den Klassen, deren Klassenlehrer er war, und auch in Klassen, in denen er einzelne Fächer unterrichtete, hat er mit den Jungen Kontakt aufgenommen, die er unter verschiedenen Vorwänden – wie Hausaufgabenhilfe, Nachhilfe, Musikunterricht, soziale Betreuung, Wanderungen in die Natur – zu sich nach Hause eingeladen und in der Folgezeit sexuell missbraucht hat. Auch sie, ehemalige Schüler der Elly-Heuss-Knapp-Schule, hatten seinerzeit – vergeblich – versucht, auf das in ihrem schulischen undfamiliären Kontext nicht wahrgenommene sexuelle Fehlverhalten ihres Lehrers hinzuweisen und hatten auf Hilfe gehofft.
Häftad, Tyska, 2018
510 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Die Verantwortlichen der SED-Diktatur haben alles getan, ihr Land als „Staat der Jugend“ erscheinen zu lassen, der sich rührend um das Wohl der Kinder sorgte. Verschwiegen wurden die Schattenseiten menschlichen Zusammenlebens, die in jeder Gesellschaft auftreten. Vorwerfen kann man der SED-Diktatur nicht, dass es sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen gab. Aktiv verhindert wurde aber die öffentliche Wahrnehmung des Missbrauchs durch die Apparate von MfS, Justiz, Jugendhilfe und Volksbildung. Jeder aufgedeckte Fall wurde von Maßnahmen begleitet, die verhinderten, dass eine informierte Öffentlichkeit sich der Probleme bewusst wurde. Es ist eine traurige Tatsache, dass jeder Missbrauch, der nicht aufgedeckt oder gar vertuscht wurde, dem Täter die Gelegenheit zu neuen Missbräuchen gegeben hat. Aufklärung und Aufarbeitung derartiger Taten sind also kein Luxus, den sich eine reiche und an ihrer Historie interessierte Gesellschaft leistet. Sie sind ein unverzichtbarer Beitrag zur Prävention.Der InhaltHistorische Aspekte und juristische Hintergründe zum sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen in der DDR • Zum Umgang mit sexuellem Missbrauch in der DDR und dessen Folgen aus psychosozialer Sicht Die AutorenDr. rer. pol. Christian Sachse ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG), Veröffentlichungen zum Forschungsfeld „Opfer der SED-Diktatur“, darunter zu Jugendhilfe und Kinderheimen, politischen Gefangenen und Zwangsarbeit. Stefanie Knorr, Diplom-Psychologin, ist Mitarbeiterin der Beratungsstelle "Gegenwind" für politisch Traumatisierte der SED-Diktatur, Veröffentlichungen zu den psychischen und sozialen Folgen politischer und institutioneller Repression unter der SED-Diktatur. Benjamin Baumgart, Volljurist, ist juristischer Berater der Beratungsstelle der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG).
Häftad, Tyska, 2019
661 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Die Odenwaldschule galt lange als Vorzeigeprojekt der deutschen Reformpädagogik. Dass dort aber auch Kinder und Jugendliche über Jahre schwer sexuell missbraucht wurden, bedeutete das Ende dieser Schule. Im Mittelpunkt dieses Buches stehen die persönlichen Erfahrungen ehemaliger Schülerinnen und Schüler und auch Lehrerinnen und Lehrer kommen zu Wort. Gefragt wird, wie sich in dieser Schule ein Missbrauchssystem herausbilden konnte und warum es so lange aufrechterhalten werden konnte.Der InhaltProjektrahmen ● Forschungsansatz ● Schüler werden an der Odenwaldschule ● Lehrkräfte an der Odenwaldschule ● Die Schulverantwortlichen aus Sicht der Schüler und Lehrer ● Die Odenwaldschule als System widersprüchlicher Realitäten und Erfahrungen ● In der Odenwaldschule zum Opfer werden ● Das Missbrauchssystem der Odenwaldschule und die Bedingungen seiner Aufrechterhaltung ● Folgen sexualisierter Gewalt und ihre Bewältigung auf Seiten der Betroffenen ● Prävention an der Odenwaldschule vor dem Hintergrund des Falles Frank G. ● BilanzDie AutorenProf. Dr. Heiner Keupp, emeritierter Hochschullehrer an der Universität München, lehrt gegenwärtig an der Universität Bozen und ist Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs.Dr. Peter Mosser arbeitet bei Kibs, einer Fachberatungsstelle für von Missbrauch betroffene Jungen und junge Männer in München, und im Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP).Bettina Busch und Gerhard Hackenschmied sind am Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) München tätig.Dr. Florian Straus ist Geschäftsführer des Instituts für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) München.
510 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Unter dem Leitspruch „Hinsehen – Zuhören – Antworten“ untersucht dieser Bericht die Vorfälle von Gewaltausübung durch Erziehungspersonal an Schülern der Regensburger Domspatzen im Zeitraum von 1945 bis 2015. Gespräche mit Opfern, Zeugen, Beschuldigten und Verantwortlichen sowie umfangreiche Aktenprüfungen bilden die Grundlage für eine Datenauswertung mit qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden.
Häftad, Tyska, 2019
460 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen in der DDR ist einer der Schwerpunkte in der ersten Laufzeit der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs. Als 2010 mit dem „Runden Tisch SexuellerKindesmissbrauch“ eine breite gesellschaftliche Debatte über sexualisierte Gewalt an Mädchen und Jungen begann, sprachen erstmals auch Betroffene über sexuellen Missbrauch in DDR-Heimen. Zuvor war über sexuellen Kindesmissbrauch in der DDR sowohl in Heimen als auch im familiären Bereich so gut wie nichts bekannt. 2015 begrüßte der Deutsche Bundestag die Einrichtung einer Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs und benannte dabei die Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in der DDR explizit als deren Aufgabe.
Häftad, Tyska, 2020
789 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Wie wird Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch Fachkräfte in pädagogischen Institutionen verschwiegen? In der vorliegenden Studie geht es um ein Team der stationären Eingliederungshilfe, das systematische Gewalt unter Berufung auf ein behaviorales Gruppenkonzept jahrelang als Therapie legitimierte. Aus narrativen Interviews und dem Übergabebuch des Teams werden Entstehungskontexte und Praktiken rekonstruiert und mit einer Heuristik des Schweigens analysiert. Die Befunde zeigen Möglichkeiten zur Verschleierung von Machtmissbrauch und Gewalt in etablierten Arbeitsformen wie der Dokumentation und der Elternarbeit. Sie verdeutlichen auch, dass routinierte Schweigepraktiken Aufdeckungsmomente in Organisationen überdauern können.
510 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Erst mit jahrzehntelanger Verspätung kamen die Belange ehemaliger Heimkinder in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit, sodass in Folge des Runden Tisches Heimerziehung auch in Bayern eine Anlauf- und Beratungsstellen für ehemalige Heimkinder eingerichtet wurde. Die vorliegende Studie weist nach, dass die Arbeit der bayerischen Anlauf- und Beratungsstelle insgesamt einen wirksamen und nachhaltigen Beitrag zur Unterstützung ehemaliger Heimkinder und zur Aufarbeitung ihres Schicksals leistete. Dies vor dem Hintergrund eines bislang noch nicht bekannten und in diesem Buch nachgewiesenen Ausmaßes an Vernachlässigung, Misshandlung und sexualisierter Gewalt in Kinderheimen zwischen 1949 und 1975. Systematische biografische Rekonstruktionen ermöglichen darüber hinaus umfassende Einblicke in die gesundheitlichen, sozialen und beruflichen Auswirkungen dieser frühen Schädigungen auf das gesamte Leben der betroffenen Frauen und Männer, wobei aber auch deren Überlebensressourcen erkennbar werden. Diese Aufarbeitungsstudie stellt auch eine Mahnung an die gegenwärtige stationäre Kinder- und Jugendhilfe dar, indem sie alle Formen von Gewalt, Vernachlässigung und Machtmissbrauch in ihren zerstörerischen Wirkungen auf die betroffenen jungen Menschen in beklemmender Weise beschreibt.
Häftad, Tyska, 2021
733 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Nicht erst seit dem Jahr 2010 wird über das Thema der sexuellen Gewalt geforscht und gesprochen. Aber wie sprechen betroffene Menschen in biographischen Interviews über ihre Erfahrungen sexueller Gewalt in Kindheit und Jugend? Und wie gehen sie im Verlauf ihres Lebens dazu über, über diese Erfahrungen zu sprechen oder wenden sich davon ab? Die Studie leistet einen Beitrag zu einer erziehungswissenschaftlich ausgerichteten Gewaltforschung in Anlehnung an das Konzept der Artikulation. Sie zeigt auf, wie der Übergang zum Sprechen über sexuelle Gewalt in Kindheit und Jugend in diskursive und gesellschaftliche Verhältnisse einerseits sowie in biographische Erfahrungen und Bearbeitungsstrategien andererseits eingebunden ist. Vor diesem Hintergrund wird die Vielfältigkeit „des“ Sprechens über Sexuelle Gewalterfahrungen beleuchtet und verschiedene Modi der Artikulation Sexueller Gewalt vorgestellt. Auf der Grundlage von drei Falldarstellungen wird der Übergang zum Sprechen als mehrdimensionaler, nicht-linearer und relationalerProzess definiert.Die AutorinAndrea Pohling ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main am Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung. Ihre Arbeitsschwerpunkte und Forschungsinteressen sind Kindheits- und Jugendforschung, Forschung im Kontext der Themen Sexualität, (sexuelle) Gewalt und Diskurse, Methoden qualitativer Sozialforschung sowie forschungsethische Fragen und Spannungsfelder.
692 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Das Buch liefert – erstmals im deutschsprachigen Raum – einen umfassenden wissenschaftlichen Beitrag zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in einem Psychotherapieinstitut. Die qualitative Fallstudie nimmt jahrzehntelangen Machtmissbrauch und sexualisierte Gewalt durch den Leiter eines analytischen Kinder- und Jugendinstituts in den Blick. Dabei zeigt sich, dass die in diesem System verstrickten Psychotherapeut*innen zentralen Vorstellungen und Konzepten ihrer Profession nicht gerecht werden: Schweigen, Verleugnung, Rationalisierung, Abwehr von Verantwortung und Ignoranz gegenüber Betroffenen verhindern über lange Zeit die Aufdeckung der Taten und nachhaltige Formen der Aufarbeitung. Das Institutsleben wird von einer dialektischen Spannung zwischen der Notwendigkeit der Bearbeitung und dem Wunsch nach ungestörtem Funktionieren geprägt. Diese Dynamik erweist sich zugleich als Analogie zu Problembewältigungsmustern psychotherapeutischer Patient*innen. Der Fall verweist auf grundsätzlicheProbleme im Bereich der Psychotherapie, die vor allem mit einem strukturellen Machtungleichgewicht und ausgeprägten Abhängigkeitsverhältnissen sowohl im Kontext der Ausbildung als auch im Behandlungssetting zu tun haben. Aus den Erkenntnissen dieser empirischen Untersuchung werden professions- und organisationsethische Überlegungen abgeleitet und – darauf basierend – konkrete Empfehlungen zur Prävention von sexualisierter Gewalt in Psychotherapieinstituten formuliert.
410 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Die Texte in diesem Band von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, von Aktivisten und betroffenen Menschen und Journalisten widmen sich verschiedenen Aspekten der Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs insbesondere unterschiedlichen Tatkontexten wie der Familie, dem Sport, Schulen oder den Kirchen. Sexueller Kindesmissbrauch geschieht in allen Bereichen unserer Gesellschaft, in denen Kinder aufwachsen. Dennoch ist das Thema weitgehend tabuisiert. Die Aufarbeitung sexueller Gewalt trägt dazu bei, die Gesellschaft zu sensibilisieren, vergangenes Unrecht sichtbar und die Stimmen betroffener Menschen hörbar zu machen. Der Blick in die Vergangenheit ist notwendig, um erkennen, warum die Gewalt geschehen konnte, warum Kindern nicht geholfen, weggeschaut, vertuscht und geschwiegen wurde, aber vor allem, damit wir wissen, wie wir Kinder und Jugendliche in Zukunft besser schützen können.
Häftad, Tyska, 2023
410 kr
Skickas inom 5-8 vardagar
Seit April 2019 forscht der Verbund Testimony, gefördert vom Bundesministeriumfür Bildung und Forschung (BMBF), zu sexualisierter Gewalt und traumatischen Erfahrungenin DDR-Heimen aus Sicht der Betroffenen und medizinischen Akteure.Die Kooperation besteht aus der Universität Leipzig, der Alice-Salomon-HochschuleBerlin, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Medical School Berlin.Das übergreifende Forschungsvorhaben widmet sich eben jener Betroffenengruppe,die bisher noch unzureichend Aufmerksamkeit erfahren hat: ehemaligen Heimkindernaus der DDR, die in den Institutionen sexualisierte Gewalterfahrungen gemachthaben. Zielsetzung des Gesamtprojekts ist eine Aufarbeitung des Geschehenen ausverschiedenen Perspektiven.Das Teilvorhaben der Alice-Salomon-Hochschule Berlin untersucht in diesem Kontextmithilfe von tiefenhermeneutischen biografischen Fallstudien eingehender dieindividuellen Bewältigungswege einzelner Betroffener im Kontext der gesamtgesellschaftlichenAufarbeitung. Im Zentrum des Vorhabens steht, den Betroffenen selbsteine Stimme zu verleihen und in ausführlichen Fallstudien aufzuzeigen, wie sie alsHeimkinder der DDR mit frühen und schweren (sexualisierten) Gewalterfahrungenihren Lebensverlauf bewältigt haben und welche Unterstützungsmöglichkeiten sie alshilfreich empfunden haben. Die Fallstudien werden – partizipativ orientiert – auchals Instrument zur Aufarbeitung eingesetzt und betrachtet. Aus den Fallstudienwerden Schlussfolgerungen gezogen, wie es Betroffenen gelingen kann, trotz allemLebensqualität zu erreichen und zu bewahren und inwiefern soziale, professionelle,gesellschaftliche und politische Unterstützung dabei hilfreich sein kann.
Häftad, Tyska, 2023
426 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Ausgangspunkt der Arbeit ist eine neue, mediale Thematisierung sexueller Gewalt durch pädagogische Fachkräfte seit 2010. Dieser wird zu Beginn der Arbeit als Gegenstand seine ambivalenten Folgen dargestellt. Zum einen entwickelte sich ein großes Potential für Prävention, Intervention und längst überfällige Aufarbeitung. Zum anderen kommt es zu einem gesellschaftlichen Generalverdacht gegen pädagogische Fachkräfte. Vor diesem Hintergrund stellt die Arbeit die Frage: Vor welchen Herausforderungen stehen pädagogische Fachkräfte der Heimerziehung angesichts des neuen, öffentlichen Diskurses über sexuelle Gewalt gegen Schutzbefohlene? Anhand von sechs Gruppendiskussionen mit Teams, aus der Heimerziehung, wird mittels der Dokumentarischen Methode rekonstruiert, dass die Fachkräfte sich im Zuge des öffentlichen Diskurses unter Generalverdacht gestellt fühlen. Empirisch kann gezeigt werden, dass das Thema sexuelle Gewalt durch diesen und fünf weitere Anlässe für die Fachkräfte relevant wird (Ausbildung, biografische Betroffenheit, institutionelle Bedingungen, Tatverdacht/Gewalttaten und kindliche Bedürfnisse nach Versorgung und Nähe). Der subjektiv wahrgenommene Generalverdacht geht für die Fachkräfte einher mit der Angst vor Repressalien gegen die eigene Person oder Kolleg*innen. Kindliche Bedürfnisse nach Nähe werden für die Fachkräfte vor dem Hintergrund zum Risiko. Gehen sie den Bedürfnissen fachlich angemessen nach, glauben sie Gefahr zu laufen, sexueller Gewalt bezichtigt zu werden. Sie stehen vor einem professionellen Dilemma und müssen den Schutz der eigenen Person gegen die Nähebedürfnisse der Kinder und Jugendlichen abwägen. Die Folge ist distanziert(ere)s und technokratisches Handeln, welches je nach konzeptioneller Perspektive unprofessionell und im Hinblick auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen verletzend sein kann. Um der Herausforderung zu begegnen, haben die Fachkräfte Bewältigungsstrategien entwickelt. Diese sind davon abhängig, (1) ob die Fachkräfte sich vorstellen können, dass eine*r ihrer Kolleg*innen sexuelle Gewalt verübt, (2) inwieweit sich Fachkräfte für ein Nähebedürfnis der Kinder und Jugendlichen verantwortlich fühlen (familienanalog vs. nicht familienanalog) und (3) wie sich der Umgang der Organisation mit der medialen Thematisierung darstellt. Als ein weiterer Ergebnisstrang kann in der Arbeit gezeigt werden, dass sexuelle Gewalt durch eigene Kolleg*innen nicht, bzw. nur sehr schwer vorstellbar ist. Diese „Undenkbarkeit“ ist in die Sprache der Beforschten eingeschrieben. Die Arbeit zeigt, wie dieser fehlende Wahrnehmungshorizont das Handeln der Fachkräfte beeinflusst.Dies ist ein Open-Access-Buch.
Häftad, Tyska, 2024
838 kr
Skickas inom 10-15 vardagar
Mit diesem Band liegt die erste wissenschaftliche Studie zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in einem Jugendverband im deutschsprachigen Raum vor. Auf der Basis qualitativer Interviews und Dokumentenrecherchen werden Ausmaß und Erscheinungsformen sexualisierter Gewalt im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder von 1976 – 2006 dargestellt. Aus einer sozialpsychologischen Perspektive werden die hohe subjektive Bedeutung und die enge Bindung von Kindern und Jugendlichen zu ihrer jeweiligen Pfadfindergruppe erklärt. Sexualisierte Gewalt erweist sich in diesem Kontext als Phänomen, das auf tradierten Hierarchien, informellen Machtasymmetrien und emotionalen Abhängigkeiten beruht. Junge Pfadfinderinnen und Pfadfinder waren mit dem Umgang mit entsprechenden (Verdachts-)fällen überfordert. Geblendet von eigenen Machbarkeitsvorstellungen ignorierten sie Betroffene und scheiterten mit ihren Versuchen, Täter nachhaltig unter Kontrolle zu bringen. Aus den in dieser Studie gewonnen Erkenntnissen werden Empfehlungen für Aufarbeitung und Prävention abgeleitet, die auch in anderen Jugendverbänden Anwendung finden können.
Häftad, Tyska, 2026
1 122 kr
Kommande
Dieses Buch besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil umfasst einen wissenschaftlichen Bericht zur Aufarbeitung von sexualisierter, körperlicher und psychischer Gewalt in einer pädagogischen Institution. Im zweiten Teil wird ausführlich beschrieben, welche Schlüsse die betroffene Institution aus den Vorfällen in ihrer Vergangenheit zieht. Dabei wird zum einen auf konkrete Empfehlungen aus dem Forschungsbericht eingegangen, zum anderen werden institutionelle Maßnahmen beschrieben, die der Weiterentwicklung gewaltpräventiver Strukturen dienen. Das Buch bietet daher modellhafte Anregungen sowohl für die Aufarbeitung von Gewalt als auch für die Gewaltprävention in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Die Aufarbeitungsstudie bezieht sich auf die 1980er und 1990er Jahre, also die Zeit des Übergangs von der traditionellen, gewaltaffinen Heimerziehung in eine moderne stationäre Kinder- und Jugendhilfe. Dabei zeigt sich, dass auch ein ambitionierte, machtkritische Pädagogik anfällig für Gewaltanwendung ist, wenn strukturelle Rahmenbedingungen Überforderung und unreflektiertes Handeln befördern. Als Risikofaktoren werden u.a. ökonomischer Druck, die Position des Heimleiters, mangelnde Kontrollmechanismen und fehlende Kenntnisse zum Umgang mit Trauma und sexualisierter Gewalt herausgearbeitet. Die Übertragung der Erkenntnisse aus der Aufarbeitungsstudie auf die aktuelle pädagogische Praxis in der betroffenen Institution zeigt, dass viele der damals wirksamen Risikofaktoren nach wie vor in Betracht gezogen werden müssen - insbesondere mit Blick auf die markwirtschaftliche Organisation sozialer Dienstleistungen.