Der Helvetier-Feldzug Caesars im Jahre 58 v. Chr. Rechtfertigungsstrategien im Bellum Gallicum 1, 1-29

AvFiona Karl

E-bok
PDF, Tyska, 2021

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Beskrivning

Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Weltgeschichte - Fruhgeschichte, Antike, Note: 1,3, Universitat Trier (Alte Geschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Feldzug Caesars gegen die Helvetier, auch Bellum Helveticum genannt, kann als Startpunkt des Gallischen Krieges betrachtet werden. Caesar hat hier zum ersten Mal auf gallischem Boden militarische Aktionen veranlasst, die nicht nur zur reinen Verteidigung der romischen Provinz Gallia Transalpina und zum Schutz der Verbundeten Roms gedient haben, auch wenn Caesar es durchaus vermochte, in seinen commentarii de Bello Gallico die Leserschaft vom Gegenteil zu uberzeugen. Und genau dieser Streitpunkt wird in der Forschung immer wieder aufgegriffen: Da die einzelnen Bucher des Bellum Gallicum von Caesar selbst verfasst wurden und die paralleluberlieferten Quellen zum Gallischen Krieg eher durftig ausfallen, ist eine multiperspektivische Herangehensweise zur Ermittlung der Authentizitat der Darstellung Caesars so gut wie unmoglich. Fest steht aber, dass Caesar als Autor und Protagonist des Bellum Gallicum diesen aus bestimmten Grunden so dargestellt hat, wie es in Caes. Gall. zu lesen ist. Ein Teil davon ist eben der Bellum Helveticum, dessen Ausloser, Verlauf und Ausgang in Caes. Gall. 1, 1-29 beschrieben und vor allem begrundet werden. Welche Ereignisse und Grunde dazu fuhrten, dass Caesar den Feldzug gegen die Helvetier antrat und wie er eben diesen in Caes. Gall. 1, 1-29 rechtfertigt, sollen in dieser Hausarbeit herausgestellt werden. In erster Linie ist es hier wichtig zu untersuchen, wieso Caesar uberhaupt in die Provinz abgezogen ist. War ihm von Anfang an klar, dass sich eine Auseinandersetzung mit den Helvetiern bieten wurde, die er nutzen konnte? Und welche Rollen spielten dabei die innenpolitische Stellung Caesars, sein Wesen und sein bestandiger Wunsch nach militarischem Erfolg? Im zweiten Schritt soll Caes. Gall. 1,1-29 analysiert werden. Wie beschreibt Caesar hier die Ereignisse des Jahres 58 v. Chr. und wie begrundet er seine Entscheidungen? Es ist klar, dass Caesar seine Beschlusse als unumganglich darstellen muss, doch welcher Rechtfertigungsstrategien bedient er sich hier? Hier ist die Betrachtung der Darstellungsweise der Helvetier immanent. Zum Schluss stellt sich die Frage, ob Caesars Begrundungen wohl ausgereicht haben, um die Romische Republik von der Gerechtigkeit seines Krieges zu uberzeugen.

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