Studienarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 2, Universität Passau, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit betrachtet die Science-Fiction Motive in "Her" bei Spike Jonzes und untersucht den Film in Bezug auf die Darstellung von Technik, wie Technologien in der Gesellschaft funktionalisiert werden und welche Aussagen „Her“ mit dieser Darstellung erzielen will.„Her“ der Spielfilm von Spike Jonze aus dem Jahre 2013 ist eine sehr unterhaltsame Genremischung. Es finden sich Elemente von Drama, Komödie, Romanze sowie Science-Fiction wieder. Ob der Film eine romantische Komödie oder ein Drama über gescheiterte Beziehungen ist, liegt praktisch im Auge des Betrachters. Keine Diskussion gibt es über die Science-Fiction Elemente, da die Existenz einer kommerziell-vertriebenen künstlichen Intelligenz, die auch ein Eigenleben mit eigenen Gefühlen und Zielen entwickelt, einen hohen technologischen Standard etabliert. Beim Betrachten des Films sieht man jedoch eine Gesellschaft, die nicht so Technik durchdrungen ist, wie man es am Anfang annehmen würde oder wenn man sie mit ähnlichen Genrekollegen vergleichen würde.Die Darstellung von Technologie in Science-Fiction Filmen spielt nicht nur in das Weltbild mit rein, sondern durchleuchtet mit dem Plot Facetten von Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und mögliche Ausgangspunkte der Beziehung zwischen Menschheit und Technologie. Denn „Her“ ist dabei in seiner Abbildung eines technologischen Standards in dem Genre praktisch einzigartig. Denn die oft dystopischen Zukunftsmalereien der Science-Fiction Filme werden nicht direkt durch eine utopische Prognose ersetzt. „Her“ ist auch, welche Aussagen es trifft und wie sie bekannte Tropen und Motive verpackt, sehr eigen. Wie genau dies der Fall in „Her“ ist, soll in dieser Kurzanalyse ermittelt werden.