Jeder kennt den beruhmten Satz, den Goethe ihm in den Mund legte, doch die historische Realitat des Gotz von Berlichingen ist weitaus faszinierender als das literarische Denkmal. Dieses Buch rekonstruiert das Leben des "e;Ritters mit der eisernen Hand"e; anhand seiner eigenen Aufzeichnungen und historischer Akten. Es ist die Geschichte eines technologischen Wunders im Spatmittelalter - der hochkomplexen Armprothese, die es ihm ermoglichte, Schwert und Zugel zu fuhren - und eines Mannes, der in einer Zeit des Umbruchs zwischen Feudalismus und Fruhkapitalismus seinen Platz suchte. Wir folgen Gotz durch den Bauernkrieg, in dem er wider Willen zum Anfuhrer wurde, und durch seine zahlreichen Fehden, die oft mehr juristische Strategie als wilde Schlacht waren. Der Autor raumt mit der Romantisierung des Raubrittertums auf und zeigt einen pragmatischen Soldner, der lernte, mit einer schweren Behinderung nicht nur zu uberleben, sondern zu dominieren. Eine Analyse der Schnittstelle von Mensch und Maschine, Jahrhunderte vor dem Cyberpunk.