Alle groen Probleme unserer Zeit - von Wohnungskonzernen, die Profite uber das Wohl ihrer Mieter stellen, bis hin zum Aufstieg des Rechtsextremismus - wurzeln in einem Wirtschaftssystem, das nicht der Allgemeinheit dient, sondern den Interessen weniger. Matteis kampferische Intervention ruft dazu auf, ihm endlich die Stirn zu bieten. Der Kapitalismus ist, wie Clara E. Mattei zeigt, weder naturgegeben noch unvermeidlich er ist ein vergleichsweise junges System, das uberwunden werden kann und muss. In ihrer Streitschrift erklart die Okonomin, warum anhaltende Probleme wie Armut, Arbeitslosigkeit und Inflation keine Fehler im System sind, sondern dessen zentrale Wesensmerkmale. Gerechtfertigt werden sie durch pseudowissenschaftliche Modelle, die eigens dafur konstruiert wurden, eine Ordnung aufrechtzuerhalten, von der vor allem die Reichen und Machtigen profitieren. Die Instrumente der Wirtschaftsexperten Haushaltskurzungen, Privatisierungen, Abbau von Sozialleistungen werden als alternativlos verkauft, verschleiern jedoch eine dustere Realitat: Sie verscharfen die Ungleichheit und beschneiden die demokratische Mitbestimmung.