Der Sophienlust Bestseller darf als ein Hohepunkt dieser Erfolgsserie angesehen werden. Denise von Schoenecker ist eine Heldinnenfigur, die in diesen schonen Romanen so richtig zum Leben erwacht. Das Kinderheim Sophienlust erfreut sich einer gro en Beliebtheit und weist in den verschiedenen Ausgaben der Serie auf einen langen Erfolgsweg zuruck. Denise von Schoenecker verwaltet das Erbe ihres Sohnes Nick, dem spater einmal, mit Erreichen seiner Volljahrigkeit, das Kinderheim Sophienlust gehoren wird. Mami, was ist denn los? Was hast du? Mamilein, so sag doch etwas! , bettelte die kleine Netta. Mit vollem Namen hie das kleine Madchen Antonietta Isabella Caroline Resch und zahlte ganze drei Jahre. Netta war ein hubsches Kind mit einem runden Gesichtchen, graubraunen Augen, hellbraunen Haaren und einem anschmiegsamen, vertrauensvollen Wesen. Ihr bisheriges Leben war heiter und behutet verlaufen. Von ihrer noch sehr jungen Mutter erfuhr sie nichts als Liebe, Fursorge und Zartlichkeit. Papa kam zwar nur selten, aber wenn er kam, dann brachte er ihr und Mami schone Sachen mit. Mami war dann besonders frohlich und Papa ebenfalls. Jetzt aber war Mami gar nicht frohlich. Sie war in einem Zustand, der Netta fremd war, der ihr Angst einjagte. Mamis Gesicht war blass und seltsam starr. Sie sa regungslos auf dem Kuchenhocker, und die Zeitung, in der sie eben gelesen hatte, war ihren Handen entglitten. Mami! Bitte schau mich an! , rief Netta angstvoll aus. Als ihre Mutter wiederum nicht reagierte, kletterte sie auf deren Scho und legte ihr die Arme um den Hals. Mit einem plotzlichen heftigen Aufschluchzen presste Bettina Resch das Kind fest an sich so als ob es ihr Halt geben konne. Doch diese abrupte Bewegung versetzte das kleine Madchen erst recht in Schrecken.