Uber Jahrhunderte herrschten die Habsburger uber Lander und Kronen und hinterlieen neben legitimierten Erzherzogen, Kaisern und Konigen auch eine Reihe von Nachkommen, die offiziell nicht existieren sollten: uneheliche Kinder, gewissermaen Randfiguren der Dynastie. Ohne Anspruch auf Thron oder Titel lebten viele von ihnen dennoch keineswegs im Abseits. Sie fanden ihren Platz im Militar, in der Verwaltung oder in der Kirche und wurden mitunter sogar bewusst in die habsburgische Machtpolitik eingebunden. Zugleich bemuhte sich das Herrscherhaus, Affaren moglichst diskret zu behandeln: Geruchte wurden nur selten schriftlich festgehalten, kompromittierende Dokumente verschwanden aus den Archiven. Doch Tagebucher, Briefe und kirchliche Register erlauben einen Blick hinter die glanzenden Fassaden der Monarchie. Dieses Buch folgt den Spuren jener Menschen, die im Schatten der Dynastie lebten und dennoch untrennbar zu ihr gehorten.