Konsum und Prekaritat erweisen sich im langen 19. Jahrhundert als eng verflochtene kulturelle, soziale und asthetische Dynamiken. Aus literaturwissenschaftlichen, soziologischen und (okonomie-)historischen Perspektiven analysieren die Beitrage, wie prekare Konsumpraktiken soziale Distinktion strukturieren, Geschlechterordnungen destabilisieren und neue Formen okonomischer Unsicherheit hervorbringen. Sichtbar wird, wie literarische Texte diese Spannungen narrativ modellieren, theoretische Blindstellen der Okonomie freilegen und prekare Handlungsspielraume asthetisch erproben. Mit Beitragen von Till Breyer | Martha Burkart | Antonia Eder | Anne Enderwitz | Conrad Fischer | Bernhard Kleeberg | Andreas Langenohl | Gabriele Michalitsch | Kirsten Von Hagen | Christine Weder | Lisa Wille