Bernhard Gitschtaler – författare
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70 Jahre herrschte eisernes Schweigen über die Opfer des Nazi-Terrors im Kärntner Gailtal. Dieses Tabu wurde durch die Arbeit des Vereins Erinnern Gailtal gebrochen. Das Gedenkjahr 2015 wird nun zum Anlass genommen, all jene vergessenen und verdrängten NS-Opfer im und aus dem Tal zurück in die Erinnerung zu holen und ihnen einen Platz im kollektiven Gedächtnis zu geben. 200 Biographien von NS-Opfern, unter ihnen Kärntner Slowenen, Juden, Homosexuelle, Geistliche, politisch Verfolgte, Widerstandskämpfer und "Euthanasie"-Opfer, konnte das Team um Bernhard Gitschtaler in dreijähriger Forschungsarbeit ausfindig machen. Dass einige der Autoren über NS-Opfer in der eigenen Familie und den familiären Umgang mit der Geschichte der Ermordeten schreiben, ist nur eine der Facetten, welche dieses Buch so eindringlich und brandaktuell machen. Wer es liest wird sich aber auch die Frage stellen, wie es sein kann, dass eine Region konsequent seine ermordeten Söhne und Töchter, Väter und Mütter, Großeltern und Enkelkinder, Nachbarn und Verwandte verdrängen und vergessen konnte. Die Autoren erzählen so nicht nur die Geschichte und den Umgang einer Kärntner Region mit der eigenen dunklen Vergangenheit, sie erzählen viel mehr: eine österreichische Geschichte.
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Tyska, 2017172 kr
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Bis zu 300.000 Menschen wurden zwischen 1939 und 1945 Opfer der NS- "Euthanasie". Die Erforschung und Aufarbeitung der individuellen und gesellschaftlichen Folgen der "Euthanasie"-Morde steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. In diesem Werk begibt sich Bernhard Gitschtaler nun auf die Suche nach den Gründen des Verschweigens und Verdrängens und dessen Folgen.Bis heute ist es beinahe unmöglich die Namen der "Euthanasierten" öffentlich zugänglich zu machen. Nicht selten ist der Grund dafür die direkte oder indirekte schuldhafte Verstrickung einzelner oder sogar mehrerer Familienmitglieder in den Mordprozess vermeintlich beeinträchtigter Verwandter. Aber auch die gesellschaftliche Stigmatisierung dieser Opfergruppe – vor, während und nach der NS-Herrschaft – stellt ein Hindernis dar, das eine Aufarbeitung und somit Verarbeitung der erlebten und geerbten Traumata der Nachkommen verhindert. Dem Autor gelingt es mit seinenForschungen, österreichischen Familien bei der Suche nach ermordeten Vorfahrenzu unterstützen und den innerfamiliären, zumeist von massiven Konflikten begleiteten Aufarbeitungs- und Auseinandersetzungs prozess von bis zu drei Generationen in einer Familie mitzuverfolgen.Zum ersten Mal wird nicht nur über "Euthanasie"-Opfer und deren Nachfahren gesprochen, sie selbst sind es, die in diesem Buch zu Wort kommen.
Häftad, Tyska, 2020
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Tyska, 2020190 kr
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Im Herbst 2018 kommt die Nachricht, die Bernhard Gitschtalers Leben auf den Kopf stellt: "Ich bin schwanger!", sagt seine Freundin. Zu der Freude mischen sich bald Sorgen und Erwartungen. Also beginnt er zu schreiben und spart keine Frage aus, die er sich selbst auch gestellt hat: Wann sind die fruchtbaren Tage? Was verändert sich im Körper meiner Partnerin und wie unterstütze ich sie am besten? Wie und wann weihen wir Freunde und Verwandte ein? Sex während der Schwangerschaft? Welche Ausstattung darf im Kinderzimmer nicht fehlen? Und vor allem: Was für ein Vater will ich sein?Bernhard Gitschtaler erzählt warmherzig, humorvoll und offen von der bisher aufregendsten Zeit seines Lebens. Von der Zeugung bis zu den ersten Monaten mit dem Nachwuchs schildert er, wie es ist, sich auf eine emotionale Reise zu begeben, die niemals abgeschlossen sein wird. Was bleibt, was ändert sich? Ein wunderbarer Begleiter für werdende Papas und alle, die es werden wollen.