Das ehemalige Bistum Breslau war wie viele andere Bistümer des Alten Reiches ein Territorium, in dem der Bischof neben dem geistlichen auch die weltliche Herrschaft ausübte. Es umfasste nur etwa ein Zehntel der Diözese und lag nicht in Nachbarschaft zum Bischofssitz Breslau, sondern im Gebiet der Stadt Neisse am Südrand des bischöflichen Amtsbezirks. Besser als die weltlichen Fürsten Schlesiens wusste der Bischof, Besitz und Macht in seinem Herrschaftsbereich zu bewahren. Dessen Geschicke bestimmten neben der bischöflichen Regierung vor allem die großen Landbesitzer. Mit ihnen hatte der Bischof als Eigentümer von Landgütern und als Herr tausender dörflicher Untertanen viel gemeinsam. Das Buch beschreibt, wer diese Herren waren und wie sie sich in das bischöfliche Herrschaftssystem einfügten.
Schlesien gehörte von 1526 bis 1742 zum habsburgischen Herrschaftsbereich. Mit den Grenzen des Landes waren die des Bistums Breslau weitgehend identisch. Ein halbes Jahrhundert, von 1608 bis 1664, herrschten drei Habsburger und ein naher Verwandter der Dynastie als Bischöfe von Breslau, als erster der 1590 geborene Karl von Österreich. Habsburgs Interessen am Bistum Breslau waren unter anderem die Versorgung seiner Agnaten und die Rückgewinnung eines den Katholischen verlorenen Territoriums. Designiert zum Vorkämpfer für die Gegenreformation verhinderte Karl in seinem Fürstentum die öffentliche Ausübung der evangelischen Religion, was endlose Konflikte mit den Einwohnern seiner Residenzstadt und letztlich die Rekatholisierung seines weltlichen Herrschaftsgebiets zur Folge hatte. Er regierte als treuer Trabant des Gegenreformators, Kaiser Ferdinands II., und starb auf einer Mission zum spanischen Zweig der Dynastie.
Das ehemalige Bistum Breslau war wie viele andere Bistümer des Alten Reiches ein Territorium, in dem der Bischof neben dem geistlichen auch die weltliche Herrschaft ausübte. Es umfasste nur etwa ein Zehntel der Diözese und lag nicht in Nachbarschaft zum Bischofssitz Breslau, sondern im Gebiet der Stadt Neisse am Südrand des bischöflichen Amtsbezirks. Besser als die weltlichen Fürsten Schlesiens wusste der Bischof, Besitz und Macht in seinem Herrschaftsbereich zu bewahren. Dessen Geschicke bestimmten neben der bischöflichen Regierung vor allem die großen Landbesitzer. Mit ihnen hatte der Bischof als Eigentümer von Landgütern und als Herr tausender dörflicher Untertanen viel gemeinsam. Das Buch beschreibt, wer diese Herren waren und wie sie sich in das bischöfliche Herrschaftssystem einfügten.
Schlesien gehörte von 1526 bis 1742 zum habsburgischen Herrschaftsbereich. Mit den Grenzen des Landes waren die des Bistums Breslau weitgehend identisch. Ein halbes Jahrhundert, von 1608 bis 1664, herrschten drei Habsburger und ein naher Verwandter der Dynastie als Bischöfe von Breslau, als erster der 1590 geborene Karl von Österreich. Habsburgs Interessen am Bistum Breslau waren unter anderem die Versorgung seiner Agnaten und die Rückgewinnung eines den Katholischen verlorenen Territoriums. Designiert zum Vorkämpfer für die Gegenreformation verhinderte Karl in seinem Fürstentum die öffentliche Ausübung der evangelischen Religion, was endlose Konflikte mit den Einwohnern seiner Residenzstadt und letztlich die Rekatholisierung seines weltlichen Herrschaftsgebiets zur Folge hatte. Er regierte als treuer Trabant des Gegenreformators, Kaiser Ferdinands II., und starb auf einer Mission zum spanischen Zweig der Dynastie.