Das Frommannsche Haus in Jena zahlte um 1800 zu den bekanntesten Burgerhausern der Stadt. Hier hatte Johann Wolfgang von Goethe "e;schone Abende"e; verlebt, aber auch viele andere, aus Literatur, Kunst und Kultur bekannte Gaste fanden sich zu den ,Theestunden' der Familie ein. Fur seine Gastfreundlichkeit und -freiheit war es seinerzeit beruhmt geworden. Was aber machte die besondere Atmosphare dieses Hauses aus? Und konnen hierfur die herkommlichen Bezeichnungen wie ,Salon', ,Zirkel' oder ,Kranzchen' noch zu einer adaquaten Beschreibung beitragen?Vor diesem Hintergrund geht Betty Brux-Pinkwart in ihrer Untersuchung zur informellen Geselligkeitskultur um 1800 den Besonderheiten und Usancen der Verlegerfamilie Frommann nach: Neben bisher unbekannten Einblicken in den Nachlass der Familie liefert die Studie eine umfangreiche Auseinandersetzung mit der Gesprachs-, Lese- und Rezeptionskultur im Frommannschen Haus in den Jahren 1798 bis 1810. Die Frage ,Theetisch' oder ,Salon' lasst sich anhand des vorgestellten Quellenmaterials und wichtiger Forschungsergebnisse leichter beantworten. Auf der Basis theoretischer Diskussionen und im kritischen Blick auf gangige Methoden entsteht ein lebendiges Bild von Netzwerken und Kommunikationsstrukturen, die bis in den nord- und nordostdeutschen Bereich des deutschen Sprachgebietes reichen. Abgerundet wird die Arbeit mit fundierten bio- und bibliographischen Verzeichnissen zum Gastekreis und der rezipierten Literatur im Haus.
Das Frommannsche Haus in Jena zahlte um 1800 zu den bekanntesten Burgerhausern der Stadt. Hier hatte Johann Wolfgang von Goethe "e;schone Abende"e; verlebt, aber auch viele andere, aus Literatur, Kunst und Kultur bekannte Gaste fanden sich zu den ,Theestunden' der Familie ein. Fur seine Gastfreundlichkeit und -freiheit war es seinerzeit beruhmt geworden. Was aber machte die besondere Atmosphare dieses Hauses aus? Und konnen hierfur die herkommlichen Bezeichnungen wie ,Salon', ,Zirkel' oder ,Kranzchen' noch zu einer adaquaten Beschreibung beitragen?Vor diesem Hintergrund geht Betty Brux-Pinkwart in ihrer Untersuchung zur informellen Geselligkeitskultur um 1800 den Besonderheiten und Usancen der Verlegerfamilie Frommann nach: Neben bisher unbekannten Einblicken in den Nachlass der Familie liefert die Studie eine umfangreiche Auseinandersetzung mit der Gesprachs-, Lese- und Rezeptionskultur im Frommannschen Haus in den Jahren 1798 bis 1810. Die Frage ,Theetisch' oder ,Salon' lasst sich anhand des vorgestellten Quellenmaterials und wichtiger Forschungsergebnisse leichter beantworten. Auf der Basis theoretischer Diskussionen und im kritischen Blick auf gangige Methoden entsteht ein lebendiges Bild von Netzwerken und Kommunikationsstrukturen, die bis in den nord- und nordostdeutschen Bereich des deutschen Sprachgebietes reichen. Abgerundet wird die Arbeit mit fundierten bio- und bibliographischen Verzeichnissen zum Gastekreis und der rezipierten Literatur im Haus.