Wie zeigt sich die gottesdienstliche Praxis in der Gegenwart? Der Band ''GottesdienstKunst'' versammelt gewichtige Stimmen der deutschsprachigen Liturgik, die diesen Gegenwartsbezug beleuchten. Neben programmatischen Beiträgen erörtern Vertiefungstexte Einzelfragen zur Gottesdienstkunst. Zuletzt wird die Suche nach einer ''liturgischen Kompetenz'' reflektiert, die der Gegenwartskultur und der Gegenwart Gottes gerecht werden kann.Die Beiträge machen deutlich, dass Gottesdienstgestaltung eine Kunst ist, die weit über blosse Textarbeit hinausgeht. So setzt der aus Anlass der Eröffnung des Kompetenzzentrums Liturgik an der Universität Bern entstandene Band einen neuen Akzent innerhalb der deutschsprachigen Liturgik und ist sowohl für Liturgiewissenschaftlerinnen und Liturgiewissenschaftler als auch für Praktikerinnen und Praktiker interessant.
Sind Gottesdienste ohne Agende wirklich ''frei''? Christian Walti erhärtet im Rückgriff auf mikrosoziologische Theorie und anhand von Videoaufnahmen aus Gottesdiensten in der reformierten Deutschschweiz die These, dass gottesdienstliches Verhalten auch in ''agendenfreien'' Kirchen impliziten Regeln der Interaktion folgt. Besonders wichtig sind solche impliziten Regeln, wenn sie danach befragt werden, welche implizite Theologie sie transportieren. Walti verdeutlicht dies durch einen direkten Vergleich mit neoprotestantisch-charismatischen und römisch-katholischen Gottesdiensten. Er zeigt, dass liturgische Gestaltung nicht umhin kommt, die implizite Theologie, die über das Verhalten der Gottesdienstteilnehmenden vermittelt wird, stärker zur Kenntnis zu nehmen.
Wie zeigt sich die gottesdienstliche Praxis in der Gegenwart? Der Band ''GottesdienstKunst'' versammelt gewichtige Stimmen der deutschsprachigen Liturgik, die diesen Gegenwartsbezug beleuchten. Neben programmatischen Beiträgen erörtern Vertiefungstexte Einzelfragen zur Gottesdienstkunst. Zuletzt wird die Suche nach einer ''liturgischen Kompetenz'' reflektiert, die der Gegenwartskultur und der Gegenwart Gottes gerecht werden kann.Die Beiträge machen deutlich, dass Gottesdienstgestaltung eine Kunst ist, die weit über blosse Textarbeit hinausgeht. So setzt der aus Anlass der Eröffnung des Kompetenzzentrums Liturgik an der Universität Bern entstandene Band einen neuen Akzent innerhalb der deutschsprachigen Liturgik und ist sowohl für Liturgiewissenschaftlerinnen und Liturgiewissenschaftler als auch für Praktikerinnen und Praktiker interessant.
Sind Gottesdienste ohne Agende wirklich ''frei''? Christian Walti erhärtet im Rückgriff auf mikrosoziologische Theorie und anhand von Videoaufnahmen aus Gottesdiensten in der reformierten Deutschschweiz die These, dass gottesdienstliches Verhalten auch in ''agendenfreien'' Kirchen impliziten Regeln der Interaktion folgt. Besonders wichtig sind solche impliziten Regeln, wenn sie danach befragt werden, welche implizite Theologie sie transportieren. Walti verdeutlicht dies durch einen direkten Vergleich mit neoprotestantisch-charismatischen und römisch-katholischen Gottesdiensten. Er zeigt, dass liturgische Gestaltung nicht umhin kommt, die implizite Theologie, die über das Verhalten der Gottesdienstteilnehmenden vermittelt wird, stärker zur Kenntnis zu nehmen.