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Von 1945 bis 1968 wanderten circa 700.000 Deutsche in die USA aus. Eingebettet in aktuelle Forschungsdebatten der Erinnerungsgeschichte und Migrationsforschung widmet Christiane Bauer sich dieser Auswanderungswelle. In ihrer generationenubergreifenden Studie beleuchtet sie, wie sich Migration als identitatsstiftende Erfahrung im Familiengedachtnis erhalt. Zudem zeigt sie, wie sich eine deutschamerikanische Identitat entwickelt und welche Bedeutung Deutschland und die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit dabei tragen. Bei der Erorterung dieser Fragen kam eine innovative, interdisziplinar erarbeitete Analysestrategie zum Einsatz, mit der knapp 200 Primarquellen in Form von Oral-History-Interviews und materieller Kultur ausgewertet wurden. Die Arbeit widerlegt gangige Annahmen zur deutschen Migrationserfahrung in den USA der Nachkriegszeit. Die Ergebnisse bieten einen Einblick in das bislang nicht untersuchte deutschamerikanische kollektive Gedachtnis und die kulturelle Hybriditat und offenbaren eine lebendige, transnational vernetzte und vielfaltige Heimat German America, die von den Ausgewanderten selbst sowie deren Nachkommen gestaltet wird.