Die athenische Demokratie des 4. Jahrhunderts v. Chr. steht seit einiger Zeit verstärkt im Fokus der Forschung. Trotz ungünstiger äußerer Umstände, mehrerer militärischer Niederlagen und einer schwindenden außenpolitischen Bedeutung gelang den Athenern nicht nur die Bewältigung dieser politischen Krisen, sondern auch der daraus resultierenden Finanzprobleme. Hierbei werden Problemlösungskapazitäten und institutionelle Regularien erkennbar, die die athenische Demokratie zu einer der politisch innovativsten Ordnungen der Geschichte machen. Doch um welche Lösungsstrategien handelt es sich? Auf welchen Feldern werden Innovationen bzw. Dynamiken erkennbar? Wie wurden diese kategorial bewältigt? Die Autoren des Bandes zeigen, dass traditionale Argumente in manchen Bereichen durchaus weiterhin von Bedeutung waren. Entscheidend ist jedoch, dass die demokratischen Freiräume Athens im 4. Jahrhundert v. Chr. zu einem innovativen Schub sowie zur Ausdifferenzierung von Politikstilen genutzt wurden, die erklären, warum sich sowohl die wirtschaftliche Dynamik als auch die politische Stabilität und das Institutionenvertrauen in dieser Epoche nachhaltig erhöhte.
Text in German. One of the basic questions of the historical semantics of the political is that of the connection between system and language change. In their examination of this question, the authors of the anthology examine exemplarily whether and if, to what extent there were semantic struggles during the transition from the Roman Republic to the monarchy. In such semantic battles, language and politics change at the same time. In the case of the Roman transformation process, the authors of the volume come to an extremely differentiated finding: some areas of political semantics were highly politically charged. On the one hand, this made them effective themselves, but at the same time changed in the course of these discourses. Other concepts and terms, on the other hand, remained stable in their core meaning and outlived the transformation phase.
Eine der Grundfrage der Historischen Semantik des Politischen ist die nach dem Zusammenhang zwischen System- und Sprachwandel. In ihrer Auseinandersetzung mit dieser Frage untersuchen die Autorinnen und Autoren des Sammelbandes exemplarisch, ob und wenn, inwiefern es semantische Kämpfe während des Übergangs von der römischen Republik zur Monarchie gab. In solchen semantischen Kämpfen wandeln sich die Sprache und das Politische zugleich. Für den Fall römischen Transformationsvorgangs kommen die Autorinnen und Autoren des Bandes zu einem äußerst differenzierten Befund: Einige Bereiche der politischen Semantik wurde in höchstem Maße politisch aufgeladen. Dadurch erlangten sie einerseits selbst Wirkungsmächtigkeit, veränderten sich jedoch zugleich auch im Zuge dieser Diskurse. Andere Konzepte und Begriffe hingegen blieben in ihrem Bedeutungskern stabil und überdauerten die Transformationsphase.
Die athenische Demokratie des 4. Jahrhunderts v. Chr. steht seit einiger Zeit verstärkt im Fokus der Forschung. Trotz ungünstiger äußerer Umstände, mehrerer militärischer Niederlagen und einer schwindenden außenpolitischen Bedeutung gelang den Athenern nicht nur die Bewältigung dieser politischen Krisen, sondern auch der daraus resultierenden Finanzprobleme. Hierbei werden Problemlösungskapazitäten und institutionelle Regularien erkennbar, die die athenische Demokratie zu einer der politisch innovativsten Ordnungen der Geschichte machen. Doch um welche Lösungsstrategien handelt es sich? Auf welchen Feldern werden Innovationen bzw. Dynamiken erkennbar? Wie wurden diese kategorial bewältigt? Die Autoren des Bandes zeigen, dass traditionale Argumente in manchen Bereichen durchaus weiterhin von Bedeutung waren. Entscheidend ist jedoch, dass die demokratischen Freiräume Athens im 4. Jahrhundert v. Chr. zu einem innovativen Schub sowie zur Ausdifferenzierung von Politikstilen genutzt wurden, die erklären, warum sich sowohl die wirtschaftliche Dynamik als auch die politische Stabilität und das Institutionenvertrauen in dieser Epoche nachhaltig erhöhte.
Text in German. One of the basic questions of the historical semantics of the political is that of the connection between system and language change. In their examination of this question, the authors of the anthology examine exemplarily whether and if, to what extent there were semantic struggles during the transition from the Roman Republic to the monarchy. In such semantic battles, language and politics change at the same time. In the case of the Roman transformation process, the authors of the volume come to an extremely differentiated finding: some areas of political semantics were highly politically charged. On the one hand, this made them effective themselves, but at the same time changed in the course of these discourses. Other concepts and terms, on the other hand, remained stable in their core meaning and outlived the transformation phase.
Eine der Grundfrage der Historischen Semantik des Politischen ist die nach dem Zusammenhang zwischen System- und Sprachwandel. In ihrer Auseinandersetzung mit dieser Frage untersuchen die Autorinnen und Autoren des Sammelbandes exemplarisch, ob und wenn, inwiefern es semantische Kämpfe während des Übergangs von der römischen Republik zur Monarchie gab. In solchen semantischen Kämpfen wandeln sich die Sprache und das Politische zugleich. Für den Fall römischen Transformationsvorgangs kommen die Autorinnen und Autoren des Bandes zu einem äußerst differenzierten Befund: Einige Bereiche der politischen Semantik wurde in höchstem Maße politisch aufgeladen. Dadurch erlangten sie einerseits selbst Wirkungsmächtigkeit, veränderten sich jedoch zugleich auch im Zuge dieser Diskurse. Andere Konzepte und Begriffe hingegen blieben in ihrem Bedeutungskern stabil und überdauerten die Transformationsphase.