Mit diesem Beuth-Kommentar wird eine praxisgerecht aufbereitete Fassung des Eurocode 6 für die Anwendung bei Entwurf, Berechnung und Bemessung von Hochbauten und Ingenieurbauwerken mit unbewehrtem und bewehrtem Mauerwerk vorgelegt. Die Teile von DIN EN 1996 zur Bemessung und Konstruktion von Mauerwerksbauten, einschließlich des Brandfalls, wurden mit den zugehörigen Nationalen Anhängen (NA) zu durchgängig lesbaren Texten verwoben. Dabei wurden die für Deutschland nicht relevanten Abschnitte entfernt (konsolidierte Normfassung). Alle nationalen Festlegungen, Änderungen und Ergänzungen sind farbig unterlegt. Eine Randspalte enthält weiterführende Kommentare, erläuternde Beispiele und Verweise auf andere Normenabschnitte. Somit wurde ein unverzichtbares kompaktes Arbeitsmittel für die Einarbeitung und die tägliche Praxis auf dem neuesten Stand von Dezember 2019 geschaffen.
Für die flexible Raum-Gestaltung und Raum-Umgestaltung von Gebäuden, z. B. die Umnutzung von Gewerbe- zu Wohnräumen, spielen nichttragende innere Trennwände aus Mauerwerk eine wichtige Rolle. Sie lassen sich ohne viel Aufwand nach Erstellen des Rohbaus aufmauern und sind ebenfalls im Altbau bei der Neuaufteilung der vorhandenen Nutzflächen einsetzbar. Hierfür müssen diese Wände bezogen auf ihre Nutzung standsicher sein, entsprechend seitlich und am Wandkopf gehalten werden und dabei Anforderungen an den Brand-, Schall- und Wärmeschutz erfüllen. Diese Richtlinie Nr. 1 des Deutschen Ausschuss für Mauerwerk e.V. (DAfM) fasst die für Mauerwerk relevanten Regelungen, Bemessungsgrundlagen und Ausführungsdetails für nichttragende innere Trennwände zusammen und gibt ergänzende Erläuterungen. Damit ist diese Richtlinie bei auftretenden Fragen zur Planung und Ausführung von nichttragenden inneren Trennwänden aus Mauerwerk eine wertvolle Planungs- und Nachschlagehilfe.Mitglieder des Deutschen Ausschusses für Mauerwerk können die Publikationen aus der DAfM-Reihe zu speziellen Mitgliederkonditionen erwerben. Wenden Sie sich dazu an die DAfM.
In Neu- und Altbauten aus Mauerwerk werden die hierfür erforderlichen Haustechnik-Leitungen vorwiegend in nachträglich hergestellten Schlitzen und Aussparungen verlegt. Die damit verbundene Schwächung der Mauerwerkswände hat Auswirkungen auf deren Tragfähigkeit und bauphysikalischen Eigenschaften. Dieser Umstand ist auch gegeben, wenn Schlitze und Aussparungen bereits bei der Erstellung des Rohbaus durch Anordnung von Formsteinen oder beim Aufmauern der Wand umgesetzt werden. Die Verlegung von Leitungen wird unter dem Stichwort "Smart Home" noch weiter zunehmen, weshalb eine regelkonforme Anordnung von Schlitzen und Aussparungen unabdingbar ist. Die Richtlinie Nr. 2 des Deutschen Ausschuss für Mauerwerk e.V. (DAfM) fasst die für Mauerwerk relevanten Regelungen für Schlitze und Aussparungen zusammen und gibt ergänzende Erläuterungen. Damit ist diese Richtlinie bei auftretenden Fragen zur Planung und Ausführung von Schlitzen und Aussparungen in Mauerwerk eine wertvolle Planungs- und Nachschlagehilfe.
Druckglieder, wie Stützen und Wände, dienen primär zum vertikalen Lastabtrag und erfahren Biegemomente infolge der Verdrehungen angrenzender Bauteile wie Decken oder Unterzüge. Sofern Verdrehungen um zwei Achsen auftreten oder das Druckglied neben einer einachsigen Biegung um die schwache Achse als Teil des Aussteifungssystems durch horizontale Kräfte in Richtung der starken Achse beansprucht wird, wirken Biegemomente um zwei Achsen. Obwohl unbewehrte Druckglieder nennenswerte Biegemomente abtragen können, liegt für die Ermittlung der Tragfähigkeit bei schiefer Biegebeanspruchung kein adäquates Berechnungsverfahren vor. Um die bestehenden Tragfähigkeitspotenziale unbewehrter Mauerwerksdruckglieder mit rechteckigem Querschnitt nutzen zu können, wird ein nichtlineares Berechnungsmodell zur wirklichkeitsnahen Bestimmung der Tragfähigkeit entwickelt und in ein praxisgerechtes Bemessungsverfahren überführt. Grundlagen dafür sind systematisch aufeinander aufbauende Analysen zur Querschnittstragfähigkeit, -krümmung und Systemtragfähigkeit, wobei unterschiedliche Werkstoffverhalten ebenso berücksichtigt werden wie die Auswirkungen nach Theorie II. Ordnung für schlanke Druckglieder. Mitglieder des Deutschen Ausschusses für Mauerwerk können die Publikationen aus der DAfM-Reihe zu speziellen Mitgliederkonditionen erwerben. Wenden Sie sich dazu an die DAfM.
Auf Baustellen trifft man auf eine Vielzahl an Mauersteinen, die sich durch den Baustoff (Ziegel, Porenbeton, Kalksandstein, Leichtbeton oder Normalbeton), die Struktur (Vollsteine, Lochsteine mit oder ohne Dämmstoff-Füllung), die Geometrie, die Rohdichte und die Druckfestigkeit unterscheiden.Im Rahmen von Zulassungsverfahren für Kunststoffdübel und Metall-Injektionsanker wird es für Dübel-Hersteller aber immer nur möglich sein, einen Teil dieser Vielfalt von Mauersteinen als zulässigen Verankerungsgrund abzubilden. (Dübel-) Versuche am Bauwerk ermöglichen es dem Anwender dennoch unter bestimmten Bedingungen zulassungskonform zu bemessen und zu montieren, wenn der tatsächlich auf der Baustelle vorhandene Verankerungsgrund nicht in der Zulassung für das Dübelsystem abgebildet ist.Das vorliegende Heft 4 der Schriftenreihe des Deutschen Ausschuss für Mauerwerk e.V. (DAfM) gibt Erläuterungen zum dafür vorhandenen und zu beachtenden Regelwerk, zu den beiden aktuellen Technischen Regeln des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) "Durchführung und Auswertung von Versuchen am Bau" sowie Vorschläge für deren praktische Anwendung anhand von drei umfangreichen Praxisbeispielen.