Die Lebenserinnerungen der bekannten Autorin Dorothea Kleine (1928-2010) zeugen von einer einfühlsamen, aufrechten, unbestechlichen Beobachterin der Zeit, die mit Schafsinn, Aufrichtigkeit, Leidenschaft und ganz ohne Bitterkeit von ihrem Leben berichtet, vom Verlieren und Gewinnen, von Flucht, den frühen Jahren des Aufbruchs der DDR und den deutlichen Zeichen deren Niedergangs, von Enttäuschung und Abschieden. Ein fein gezeichnetes Bild, das eine außergewöhnliche Persönlichkeit offenbart.Bekanntlich ist es eine Stärke der Autorin, episodisch zu erzählen, was sie in ca. 20 Büchern und zahlreichen Filmen bewiesen hat - ein Buch und ein Film wurden in der DDR verboten. Das bedeutsame individuelle Erlebnis, literarisch aufgearbeitet, erregt allgemeines Interesse durch die Ehrlichkeit, mit der hier jemand mit sich, seiner Zeit und seiner Umwelt ins Gericht geht. Erzählt wird zudem mit großer emotionaler Intensität.Leider konnte Dorothea Kleine ihre Erinnerungen nicht beenden. Der Text ist ein Fragment - so wie unsere Erinnerungen und unser aller Leben Fragmente sind…
Franziska Wolf hat in dem Chefsessel der Mordkommission kaum Platz genommen, als die achtzehnjährige Schwesternschülerin Maja niedergestochen aufgefunden wird. Und keine Spur von dem Täter oder von einem Motiv. Gelegenheit für die Oberkommissarin, es sich und dem ihr "Vor die Nase gesetzten" Wessi zu beweisen, daß sie ihr Handwerk versteht. Doch die Ermittlungsergebnisse sind mager. Sicher scheint nur, daß das Mädchen mit ihrem Mörder verabredet war.
Marie ist jung, hübsch und fröhlich, sie studiert in Berlin und ist der ganze Stolz ihrer Mutter Ulla Binder. Die hat nach derWende Schwierigkeiten, mit den neuen Verhältnissen zurechtzukommen. Auch körperlich wirkt sich das aus und so soll sie nun in einem Sanatorium ihre Depressionen überwinden. Als ihre Tochter nach einem Besuch bei Ulla per Anhalter zurück nach Berlin fährt, wird sie Opfer einer Gewalttat. Ihre Mutter nimmt mit einem seltsam sachlichen Interesse an den Ermittlungen in dem Mordfall teil …