Rhetorica divina
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Zur neueren Methodengeschichte der germanischen Philologie. Freiburger Colloquium 1997
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Freiburger Colloquium 1996
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Ergebnisse des Troisième Cycle Romand 1994
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Dieses Buch befasst sich mit der spirituellen Identität der Nonnen des niedersächsischen Frauenklosters Heiningen in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Es stützt sich auf eine Gruppe von Handschriften, die im Zuge der windesheimischen Reformierung des Chorfrauenstifts entstanden und die textlichen Grundlagen der Seelsorge und die neuen liturgischen Gewohnheiten festhielten. Im Zentrum steht einerseits das Kompendium eines Seelsorgers, das in der fruchtbaren Spannung zwischen der Sicherung von Grundlagen und dem Bemühen um ihre Aktivierung steht, um das Vermitteln der Texte, das sie erst zu lebendigem Besitz und integralem Bestandteil der „forma vivendi“ werden lässt. Der Codex repräsentiert damit ein Bewusstsein, das Seelsorger und Frauen verbindet, und ein gemeinsames Arbeiten an der Festigung der verbindenden Identität, die ganz im Sinne der informacio weitergegeben und zugleich gelebt werden soll.
Andererseits werden hier Auszüge aus dem Heininger „Ordinarius“ und die vollständige „forma investiendi“, die Liturgie der Aufnahme der Novizinnen und der Profess mit ihren Gesängen einschliesslich der Notationen, erstmals ediert und abgebildet und im Zusammenhang der Ausbildung und der Lebensform der Nonnen untersucht.
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Dieses Buch befasst sich mit der spirituellen Identität der Nonnen des niedersächsischen Frauenklosters Heiningen in der Mitte des 15. Jahrhunderts. Es stützt sich auf eine Gruppe von Handschriften, die im Zuge der windesheimischen Reformierung des Chorfrauenstifts entstanden und die textlichen Grundlagen der Seelsorge und die neuen liturgischen Gewohnheiten festhielten. Im Zentrum steht einerseits das Kompendium eines Seelsorgers, das in der fruchtbaren Spannung zwischen der Sicherung von Grundlagen und dem Bemühen um ihre Aktivierung steht, um das Vermitteln der Texte, das sie erst zu lebendigem Besitz und integralem Bestandteil der „forma vivendi“ werden lässt. Der Codex repräsentiert damit ein Bewusstsein, das Seelsorger und Frauen verbindet, und ein gemeinsames Arbeiten an der Festigung der verbindenden Identität, die ganz im Sinne der informacio weitergegeben und zugleich gelebt werden soll.
Andererseits werden hier Auszüge aus dem Heininger „Ordinarius“ und die vollständige „forma investiendi“, die Liturgie der Aufnahme der Novizinnen und der Profess mit ihren Gesängen einschliesslich der Notationen, erstmals ediert und abgebildet und im Zusammenhang der Ausbildung und der Lebensform der Nonnen untersucht.
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Dieses Buch handelt vom Schreiben bei Baudri de Bourgueil, Gervasius von Tilbury, Otto von Freising, Rudolf von Ems und Ulrich von Liechstenstein. Was ihre Texte verbindet, ist ihr Status in dem Spannungsfeld, das die Begriffe Schreiben, Bildung und Gespräch umreissen. Die Texte liegen schriftlich vor, doch sind sie damit nicht zur Ruhe gekommen: Sie setzen einen Umgang mit ihnen voraus und fordern ihn explizit ein, der ihnen bei allem Bemühen um ihre Form und ihre Aufzeichnung – paradoxerweise – etwas Ephemeres verleiht und doch zugleich erst ihre Wirkung sichern, ihr Dauer verleihen soll: Sie verlangen nach verschiedenen Formen der Mündlichkeit, nach Erschliessungsleistungen unter verschiedener Beteiligung, und ihre Autoren erwarten erst von dieser Aktivierung der Texte im 'Gespräch' den Beitrag zur Veränderung des (oder der) Rezipienten, zu dieser oder jener Art von Bildung ('informacio'), die sie intendieren. Diese Texte faszinieren also unter dem Gesichtspunkt der in ihnen angelegten Möglichkeiten, je neu in durch sie ausgelöster Rede aufzugehen, sich (vorübergehend) entbehrlich zu machen und so zu Medien zu werden. Die so verstandenen 'medialen Absichten' der Autoren stehen im Fluchtpunkt des Buchs.
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Dieses Buch handelt vom Schreiben bei Baudri de Bourgueil, Gervasius von Tilbury, Otto von Freising, Rudolf von Ems und Ulrich von Liechstenstein. Was ihre Texte verbindet, ist ihr Status in dem Spannungsfeld, das die Begriffe Schreiben, Bildung und Gespräch umreissen. Die Texte liegen schriftlich vor, doch sind sie damit nicht zur Ruhe gekommen: Sie setzen einen Umgang mit ihnen voraus und fordern ihn explizit ein, der ihnen bei allem Bemühen um ihre Form und ihre Aufzeichnung – paradoxerweise – etwas Ephemeres verleiht und doch zugleich erst ihre Wirkung sichern, ihr Dauer verleihen soll: Sie verlangen nach verschiedenen Formen der Mündlichkeit, nach Erschliessungsleistungen unter verschiedener Beteiligung, und ihre Autoren erwarten erst von dieser Aktivierung der Texte im ''Gespräch'' den Beitrag zur Veränderung des (oder der) Rezipienten, zu dieser oder jener Art von Bildung (''informacio''), die sie intendieren. Diese Texte faszinieren also unter dem Gesichtspunkt der in ihnen angelegten Möglichkeiten, je neu in durch sie ausgelöster Rede aufzugehen, sich (vorübergehend) entbehrlich zu machen und so zu Medien zu werden. Die so verstandenen ''medialen Absichten'' der Autoren stehen im Fluchtpunkt des Buchs.
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Allein die Zeugnisse der Wandmalerei sind unter den Erscheinungsformen der höfischen Kultur des Mittelalters in aller Regel dort überliefert, wo sie erdacht, realisiert und gebraucht wurden - oder man kennt doch die Orte ihrer Überlieferung. Sie führen daher unmittelbar an die Träger dieser Kultur heran und erlauben es, deren Lebenszusammenhänge in die Deutung ihrer kulturellen Ambitionen einzubeziehen. Insofern sind die Aufsätze dieses Bandes auch interdisziplinär-mediävistische Beiträge zur Rekonstruktion von Verstehenshorizonten mittelalterlicher Literatur. Sie dokumentieren die erste von zwei Tagungen im Rahmen des SNF-Projekts »Literatur und Wandmalerei« am Mediävistischen Institut der Universität Freiburg/Schweiz, die zweite findet vom 29.8. bis 1.9.2001 unter dem Titel »Literatur und Wandmalerei II: Konventionalität und Konversation« in Burgdorf statt.
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Dieser zweite und abschließende Band aus dem SNF-Projekt »Literatur und Wandmalerei. Erscheinungsformen höfischer Kultur und ihre Träger im Mittelalter« am Mediävistischen Institut der Universität Freiburg/Schweiz dokumentiert ein Colloquium, das vom 29. August bis 1. September 2001 im Hotel Stadthaus in Burgdorf bei Bern stattfand. Es sollte die Vergleichbarkeit der Systeme der Literatur und der Wandmalerei (und anderer Bildkünste) von den Funktionen und dem konkreten Gebrauch der Bilder und Texte her erproben und dabei die Bedeutung der Konventionalität von Themen und Formen und ihrer Variation im Rahmen einer wesentlich von Mündlichkeit bestimmten höfischen Geselligkeitskultur erwägen.