Ernst Stockmann – författare
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Johann August Eberhard (1739‑1809) zählt zu den gleichermaßen renommierten wie umstrittenen Vertretern der deutschen Popularphilosophie des späten 18. Jahrhunderts. Sein jahrzehntelanges Wirken als Universitätsdozent, Kritiker, Zeitschriften- und Lexikonherausgeber, Kompendien- und Romanautor machte ihn weit über die Grenzen seiner Wirkungsstätte Halle hinaus zu einem der wichtigsten Exponenten eines popularphilosophisch reformierten Aufklärungsdenkens. Mit dem Siegeszug des Kantschen Kritizismus geriet auch dieser letzte Statthalter der ‚Philosophie für die Welt‘ in Vergessenheit. Eine einseitige Betrachtung ausphilosophiehistorischer Perspektive verstellte den Blick auf die Vielfalt, Ergiebigkeit und breitenwirksame Relevanz seines theoretischen Gesamtwerks. Ziel des vorliegenden Bandes ist es, die bestehende Forschungslage kritisch zu hinterfragen, interdisziplinäre Zugänge zum Werk Eberhards zu eröffnen und schließlich zu einer Neubewertung der Leistungen des Philosophen zu gelangen, welche der Komplexität seines Schaffens, das neben den philosophischen auch theologische und sprachwissenschaftliche Fragestellungen berührte, gerecht wird.
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Die Untersuchung thematisiert den systematischen Zusammenhang anthropologischer und ästhetischer Reflexion im 18. Jahrhundert und versteht sich als Beitrag zur Theoriegeschichte des ästhetischen Denkens im 18. Jahrhundert am Leitfaden des Emotionsbegriffs. Auf der Basis eines erweiterten Ästhetikbegriffs wird auf Texte der philosophischen Affekttheorie, Erfahrungspsychologie, Anthropologie und Kunsttheorie von Descartes über die deutsche Popularphilosophie zugegriffen und in exemplarischen Lektüren verfolgt, wie im Ästhetikdiskurs des späten 18. Jahrhunderts die Wende zum ästhetischen Subjekt, zum Gefühl interdisziplinär begründet wird.Anthropologisch begründete Theorien des ästhetischen Wissens, so die leitende Hypothese, entwickeln die Eigenbedeutsamkeit des Ästhetischen vordergründig nicht als Metaphysik des Schönen (Theorie des ästhetischen Gegenstands und der Kunst), sondern durch Relativierung der rationalistischen Vorbehalte gegenüber der Sinnlichkeit und die Zurückbindung des Verständnisses des Schönen an die anthropologischen Voraussetzungen ästhetischen Wahrnehmens (Aisthesis). Anthropologische Ästhetik ist in diesem Verständnis erstens Aufklärung über die Sinnennatur des Subjekts, die auf die Anerkennung aller ästhetisch relevanten Vermögen zielt. Sie ist in einem entwicklungsgeschichtlich signifikanten Sinn zweitens Reflexion der Leistungsfähigkeit der sinnlichen Wahrnehmung im Element des Empfindens, des Gefühls. Im Ergebnis der hier thematisierten Revisionen des rationalistischen Erkenntnisparadigmas (Ästhetik als scientia cognitionis sensitivae) wird Baumgartens Leitfrage nach dem "Beitrag der Sinne zur menschlichen Erkenntnis" (H. Adler) in diejenige nach dem Stellenwert der Emotionen für die ästhetische Erfahrung des Subjekts umformuliert.
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Die literaturwissenschaftlichen Epochenkonstruktionen Aufklärung und Weimarer Klassik sind in der jüngeren Forschung problematisch geworden. Tatsächlich lässt der literarische Diskurs selbst Phänomene der Gleichzeitigkeit erkennen, die die idealtypische Konfiguration heterogener Epochenstrukturen fragwürdig erscheinen lassen.
Dem Generalthema der Kontinuitäten und Diskontinuitäten im literarischen Feld zwischen 1750 und 1800 widmete sich im Sommer 2006 eine am Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung in Halle/Saale veranstaltete literaturwissenschaftliche Tagung. Im Zugriff auf Texte u.a. von Lessing, Wieland, Herder, Schiller, Goethe und Moritz problematisieren die Beiträge, wie Denkmuster der Aufklärung im Medium der Literatur sowie des theoretischen Diskurses (Ästhetik) entfaltet und im historischen Konstellationsrahmen der Weimarer Klassik affirmativ aufgenommen, polemisch revidiert und konstruktiv weitergeführt werden. Der diskursive Dialog zwischen Aufklärung und Weimarer Klassik gewinnt seine epochenübergreifende Brisanz sowohl durch das programmatische Innovationsbestreben der Klassiker, als auch durch das vielfältig variierte Anschlussbedürfnis der einzelnen Autoren an die Erfolgsepoche Aufklärung.