Die Erkenntnis der Geschichtlichkeit, d.h. der Wandelbarkeit von Leit- und Sinnprinzipien, zeigt sich exemplarisch in der Ökonomie respektive im wirtschaftlichen Handeln. Waren die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung (GoB) von jeher Verhaltensnormen mit wirtschaftsethischer Dimension, ermöglicht das derzeitige GoB-Verständnis auf Basis eines rechtsprechungsgeprägten Systemcharakters eine wieder erweiternde Betrachtung. Dabei entsteht die Möglichkeit des Aufschließens des in diesen Inhalten wirtschaftlichen Handelns enthaltenen «Sinns», der kategorialen Dimension, die über eine rein funktionale Ebene von Inhalten und deren Vermittlung hinausweist. Der Vermittlungsaspekt (Didaktik) fokussiert dabei auf das erkenntnistheoretisch-philosphische Problem der Struktur und Auswahl jener Inhalte, denen eine elementare Bedeutung im Prozeß der Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen ökonomischer Bildung zukommt.
Der humanistisch begründete Theorie- und Didaktikansatz gehört insbesondere in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik zu den umfassend und systematisch angelegten Handlungs- und Vermittlungskonzeptionen. Auf dieser Basis ist es möglich, sowohl anthropologische als auch ethische Dimensionen integrativ aufzunehmen. Gleichzeitig lassen sich die komplexen und stetig wandelnden Anforderungen und Probleme der Praxis in Gegenwart und Zukunft strukturieren und elementarisieren, so daß sie einer konstruktiven Lösung zugänglich sind. So gesehen erfährt die These, daß wirtschaftspädagogische Theoriebildung und Didaktik eine Theorie von Praxis für Praxis ist, eine Renaissance. Den Zugang zu dieser umfangreichen wie anspruchsvollen Thematik des vorliegenden Bandes wollen wir durch die einleitende Kommentierung, die zugleich Wegweiser und Orientierung für die verschiedenen Problembereiche darstellt, ermöglichen.
Die Erkenntnis der Geschichtlichkeit, d.h. der Wandelbarkeit von Leit- und Sinnprinzipien, zeigt sich exemplarisch in der Ökonomie respektive im wirtschaftlichen Handeln. Waren die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung (GoB) von jeher Verhaltensnormen mit wirtschaftsethischer Dimension, ermöglicht das derzeitige GoB-Verständnis auf Basis eines rechtsprechungsgeprägten Systemcharakters eine wieder erweiternde Betrachtung. Dabei entsteht die Möglichkeit des Aufschließens des in diesen Inhalten wirtschaftlichen Handelns enthaltenen «Sinns», der kategorialen Dimension, die über eine rein funktionale Ebene von Inhalten und deren Vermittlung hinausweist. Der Vermittlungsaspekt (Didaktik) fokussiert dabei auf das erkenntnistheoretisch-philosphische Problem der Struktur und Auswahl jener Inhalte, denen eine elementare Bedeutung im Prozeß der Persönlichkeitsentwicklung im Rahmen ökonomischer Bildung zukommt.
Der humanistisch begründete Theorie- und Didaktikansatz gehört insbesondere in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik zu den umfassend und systematisch angelegten Handlungs- und Vermittlungskonzeptionen. Auf dieser Basis ist es möglich, sowohl anthropologische als auch ethische Dimensionen integrativ aufzunehmen. Gleichzeitig lassen sich die komplexen und stetig wandelnden Anforderungen und Probleme der Praxis in Gegenwart und Zukunft strukturieren und elementarisieren, so daß sie einer konstruktiven Lösung zugänglich sind. So gesehen erfährt die These, daß wirtschaftspädagogische Theoriebildung und Didaktik eine Theorie von Praxis für Praxis ist, eine Renaissance. Den Zugang zu dieser umfangreichen wie anspruchsvollen Thematik des vorliegenden Bandes wollen wir durch die einleitende Kommentierung, die zugleich Wegweiser und Orientierung für die verschiedenen Problembereiche darstellt, ermöglichen.