Seibold stellt in seinem Buch 62 Freundschaftsalben vor, die während eines Zeitraums von etwa 250 Jahren (Mitte 16. Jahrhundert bis zum Beginn des 19. Jahrhundert) geführt wurden. Anhand dieser Beispiele wird versucht, die Gesetzmäßigkeiten, welche der Stammbuchpraxis zugrunde liegen, darzustellen. Das findet seinen Niederschlag vor allem in einer Untersuchung des Beziehungsgeflechts zwischen den Eignern der Bücher und den Personen, welche von ihnen um Widmungen gebeten wurden, bis hin zu einer Würdigung der technisch-materiellen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Die Niederschriften wurden häufig ergänzt um Zeichnungen, welche zumeist in Gouachetechnik ausgeführt wurden. Hier gelangen Wappen, Alltagsgeschehen, Allegorisches und Mythologisches zur Abbildung, womit auch die Frage nach den ausführenden Künstlern virulent ist.Damit wird der Horizont der Stammbuchforschung anhand neuer Erfahrungsobjekte erweitert, bis hin zu einer Quellenanalyse.
Wappenbriefe sind Urkunden, die ein heraldisches Abzeichen einer Person, Körperschaft oder Stadt zuordnen. Seit Beginn des 14. Jahrhunderts sind sie bekannt, gut 100 Jahre später aber erst zu allgemeiner Verbreitung gelangt. Im engeren Sinne war die Ausstellung von Wappenbriefen auf das Heilige Römische Reich Deutscher Nation fokussiert - ergänzt um die Territorien der österreichischen Habsburger und der Hohenzollern außerhalb der Reichsgrenzen. Bis zum Ende der Monarchie im deutschsprachigen Raum (1918) blieben diese Urkunden unter heraldischen, rechtlichen, politischen, gesellschaftlichen und kÃ"nstlerischen Aspekten fÃ"r die Menschen - Verleiher wie Empfänger - von großer Bedeutung. Im vorliegenden Werk wird neben diesen Aspekten erstmals auch der Quellenwert der Wappenbriefe fÃ"r die kultur- und sozialgeschichtliche Forschung angemessen gewÃ"rdigt. Das macht den besonderen Rang dieses opulent ausgestatteten und reich bebilderten Buches (oder: Handbuchs) aus.
Seibold stellt in seinem Buch 62 Freundschaftsalben vor, die während eines Zeitraums von etwa 250 Jahren (Mitte 16. Jahrhundert bis zum Beginn des 19. Jahrhundert) geführt wurden. Anhand dieser Beispiele wird versucht, die Gesetzmäßigkeiten, welche der Stammbuchpraxis zugrunde liegen, darzustellen. Das findet seinen Niederschlag vor allem in einer Untersuchung des Beziehungsgeflechts zwischen den Eignern der Bücher und den Personen, welche von ihnen um Widmungen gebeten wurden, bis hin zu einer Würdigung der technisch-materiellen und organisatorischen Rahmenbedingungen. Die Niederschriften wurden häufig ergänzt um Zeichnungen, welche zumeist in Gouachetechnik ausgeführt wurden. Hier gelangen Wappen, Alltagsgeschehen, Allegorisches und Mythologisches zur Abbildung, womit auch die Frage nach den ausführenden Künstlern virulent ist.Damit wird der Horizont der Stammbuchforschung anhand neuer Erfahrungsobjekte erweitert, bis hin zu einer Quellenanalyse.
Wappenbriefe sind Urkunden, die ein heraldisches Abzeichen einer Person, Körperschaft oder Stadt zuordnen. Seit Beginn des 14. Jahrhunderts sind sie bekannt, gut 100 Jahre später aber erst zu allgemeiner Verbreitung gelangt. Im engeren Sinne war die Ausstellung von Wappenbriefen auf das Heilige Römische Reich Deutscher Nation fokussiert - ergänzt um die Territorien der österreichischen Habsburger und der Hohenzollern außerhalb der Reichsgrenzen. Bis zum Ende der Monarchie im deutschsprachigen Raum (1918) blieben diese Urkunden unter heraldischen, rechtlichen, politischen, gesellschaftlichen und kÃ"nstlerischen Aspekten fÃ"r die Menschen - Verleiher wie Empfänger - von großer Bedeutung. Im vorliegenden Werk wird neben diesen Aspekten erstmals auch der Quellenwert der Wappenbriefe fÃ"r die kultur- und sozialgeschichtliche Forschung angemessen gewÃ"rdigt. Das macht den besonderen Rang dieses opulent ausgestatteten und reich bebilderten Buches (oder: Handbuchs) aus.