Gordon Blennemann – författare
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Del 15 - Zurcher Beitrage Zur Geschichtswissenschaft
Otmars Welten / The Many Worlds of Otmar
St. Gallen Und Das Europaische Monchtum Vom 7. Bis Zum 9. Jahrhundert / St. Gall and European Monasticism from the 7th to the 9th Century
Inbunden, Engelska, 2025
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Das Papsttum und die vita religiosa, die Welt der Klöster und Orden, sind die beiden einzigen institutionellen Lebensformen des Mittelalters, die für sich eine eigene universelle Geltung beanspruchen konnten. Durch die Ausbildung komplexer kommunikativer Strukturen und innovativer Organisationsformen nahmen beide vor allem seit dem 12. und 13. Jahrhundert Anteil an der Grundlegung eines "Kulturraums Europa".Vor diesem Hintergrund stand der analytische Vergleich von Papsttum und vita religiosa als aufeinander bezogene Kommunikationssysteme im Mittelpunkt zweier Tagungen am Deutsch-Italienischen Zentrum für Europäische Exzellenz der Villa Vigoni, deren Ergebnisse nun in einer zweibändigen Publikation vorliegen.Die Beiträge des zweiten Bandes widmen sich der Rolle der römischen Kurie bei der überregionalen Vermittlung religiöser Normen und kultureller Werte als universal gedachte Ordnungsvorstellungen und fragen zugleich nach dem Anteil der religiösen Orden an diesen Vermittlungsprozessen.
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In zahlreichen Glaubenskontexten gilt das individuelle oder kollektive Selbstopfer als unuberbietbarer Weg, Grunduberzeugungen durch das Blut als Opferleistung zu besiegeln. Im Christentum werden so die Martyrer zu wichtigen Zeugen vor Gott, stehen sie doch in der Schar der Heiligen an erster Stelle. Die Autorinnen und Autoren des E-Books widmen sich vor diesem Hintergrund dem Martyrium als historischem Phanomen. Die epochenubergreifende Perspektive richtet den Blick auf die Ursachen seiner langfristigen Wirkmachtigkeit als Denkfigur. Die spatantiken Grundlagen von Martyriumskonzeptionen und deren Tradition und Vermittlung in Mittelalter und Neuzeit werden ebenso untersucht wie Wandlungsprozesse in der Darstellung der Figur des Martyrers. Denn uber dessen Bedeutung als personifiziertes Glaubensideal bestand uber Jahrhunderte hinweg Konsens, auch wenn der Martyrer gerade in Konfliktsituationen von konkurrierenden Parteien als Leitfigur instrumentalisiert werden konnte. So eroffneten sich vielfaltige Perspektiven der Adaption und Rekontextualisierung des Martyriums, die in den einzelnen Beitragen ergrundet werden.