Sofern von Gewerkschaften die Rede ist, geschieht dies in den Sozialwissenschaften überwiegend mit einer fatalistischen Note. Im postkorporativen Zeitalter scheint der Niedergang der Arbeitnehmerorganisationen vorprogrammiert. Ohne Negativszenarien ausschließen zu können, fragt diese Studie nach "Strategic Choice". Ihr Gegenstand sind Forschungen zu innovativen Praktiken, die eine Erneuerung der Gewerkschaften einleiten könnten. Anregungen liefern vor allem die hierzulande noch kaum rezipierten Labour Revitalization Studies (LRS). Das Buch bietet einen Überblick über die umfangreiche internationale Forschungsliteratur. Diskutiert werden u.a. Arbeiten zu Organizing, Social Movement Unionism, Campaigning und Coalition Building.
Das Buch greift die aktuellen zeitsoziologischen Fäden auf, setzt aber an der Schnittstelle zwischen Wirtschafts-, Organisations- und Arbeitssoziologie einen neuen Akzent. In den Blick genommen wird nämlich eine Dimension des temporalen Wandels, die von der gegenwärtigen Soziologie bislang allenfalls am Rande behandelt worden ist – und zwar die Verschiebungen in den gesellschaftlichen Vorstellungen von Zukunft. Ausgangspunkt der Analysen ist das spekulierende Moment unternehmerischer Entscheidungen, das wiederum fest in der besonderen Temporalität kapitalistischen Wirtschaftens verankert ist. Auf Gewinn und Ressourcenvermehrung zielende Entscheidungen sind grundsätzlich auf die Zukunft ausgerichtet – auf eine Zukunft, über deren konkrete Gestalt aufgrund ihrer Offenheit letztlich nur spekuliert werden kann.
Sofern von Gewerkschaften die Rede ist, geschieht dies in den Sozialwissenschaften überwiegend mit einer fatalistischen Note. Im postkorporativen Zeitalter scheint der Niedergang der Arbeitnehmerorganisationen vorprogrammiert. Ohne Negativszenarien ausschließen zu können, fragt diese Studie nach "Strategic Choice". Ihr Gegenstand sind Forschungen zu innovativen Praktiken, die eine Erneuerung der Gewerkschaften einleiten könnten. Anregungen liefern vor allem die hierzulande noch kaum rezipierten Labour Revitalization Studies (LRS). Das Buch bietet einen Überblick über die umfangreiche internationale Forschungsliteratur. Diskutiert werden u.a. Arbeiten zu Organizing, Social Movement Unionism, Campaigning und Coalition Building.
Das Buch greift die aktuellen zeitsoziologischen Fäden auf, setzt aber an der Schnittstelle zwischen Wirtschafts-, Organisations- und Arbeitssoziologie einen neuen Akzent. In den Blick genommen wird nämlich eine Dimension des temporalen Wandels, die von der gegenwärtigen Soziologie bislang allenfalls am Rande behandelt worden ist – und zwar die Verschiebungen in den gesellschaftlichen Vorstellungen von Zukunft. Ausgangspunkt der Analysen ist das spekulierende Moment unternehmerischer Entscheidungen, das wiederum fest in der besonderen Temporalität kapitalistischen Wirtschaftens verankert ist. Auf Gewinn und Ressourcenvermehrung zielende Entscheidungen sind grundsätzlich auf die Zukunft ausgerichtet – auf eine Zukunft, über deren konkrete Gestalt aufgrund ihrer Offenheit letztlich nur spekuliert werden kann.