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Kein deutschsprachiger Lyriker wurde so häufig vertont wie Goethe. Das betrifft allerdings nicht seinen bedeutendsten Gedichtband, den „West-östlichen Divan“. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, haben die Komponisten um diesen Band lange Zeit einen Bogen gemacht. Erst im 20. Jahrhundert sollte sich das ändern, von da an besetzten gerade „Divan“-Vertonungen auffällig oft Schlüsselpositionen im Werk der jeweiligen Komponisten.Der vorliegende Sammelband geht diesem erklärungsbedürften Befund nach. Er bietet die erste Musikgeschichte des „West-östlichen Divan“, stellt zugleich aber grundsätzliche Fragen zu dem Problemfeld der ‚Vertonung‘ von Gedichten vor dem Hintergrund eines nicht immer harmonischen Verhältnisses von Musik und Literatur.Mit Beiträgen vonFrieder von Ammon | Hermann Danuser | Felix Diergarten | Peter Hiekel | Hans-Joachim Hinrichsen | Ludwig Holtmeier | Bernhard Jahn | Thomas Martinec | Andrea Polaschegg | Wolfgang Rathert | Matthias Schmidt | Thomas Seedorf | Christiane Wiesenfeldt
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