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Every night, somewhere in the world, three or four musicians will climb on stage together. Whether the gig is at a jazz club, a bar, or a bar mitzvah, the performance never begins with a note, but with a question. The trumpet player might turn to the bassist and ask, “Do you know ‘Body and Soul’?”—and from there the subtle craft of playing the jazz repertoire is tested in front of a live audience. These ordinary musicians may never have played together—they may never have met—so how do they smoothly put on a show without getting booed offstage. In “Do You Know . . . ?” Robert R. Faulkner and Howard S. Becker—both jazz musicians with decades of experience performing—present the view from the bandstand, revealing the array of skills necessary for working musicians to do their jobs. While learning songs from sheet music or by ear helps, the jobbing musician’s lexicon is dauntingly massive: hundreds of thousands of tunes from jazz classics and pop standards to more exotic fare. Since it is impossible for anyone to memorize all of these songs, Faulkner and Becker show that musicians collectively negotiate and improvise their way to a successful performance. Players must explore each others’ areas of expertise, develop an ability to fake their way through unfamiliar territory, and respond to the unpredictable demands of their audience—whether an unexpected gang of polka fanatics or a tipsy father of the bride with an obscure favorite song. “Do You Know . . . ?” dishes out entertaining stories and sharp insights drawn from the authors’ own experiences and observations as well as interviews with a range of musicians. Faulkner and Becker’s vivid, detailed portrait of the musician at work holds valuable lessons for anyone who has to think on the spot or under a spotlight.
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Howard S. Becker zählt zu den wichtigsten US-amerikanischen Soziologen der Gegenwart. Sein umfangreiches Werk umspannt weit mehr als ein halbes Jahrhundert und steht in der Tradition der interaktionistischen und interpretativen Soziologie, wie sie an der University of Chicago in den 1920er Jahren begründet wurde. Becker hat nicht nur höchst einflussreiche Schriften u.a. zur soziologischen Methodologie, zur Soziologie der Professionen, des Abweichenden Verhaltens und der Kunst vorgelegt, die allesamt zu Klassikern wurden, sondern gehört auch zu den frühen Pionieren und Wegbereitern der soziologischen Auseinandersetzung mit visuellen und anderen künstlerischen Ausdrucksformen. Der vorliegende Band präsentiert nun zum ersten Mal in deutscher Sprache seine umfassenden vergleichenden Reflexionen dazu, was das soziologische „Erzählen über Gesellschaft“ mit anderen, künstlerischen Erzählformaten gemeinsam hat - und was es davon unterscheidet. Sein leidenschaftliches Plädoyer für eine präzise Soziologie verbindet sich darin disziplinüberschreitend mit einer anregenden Diskussion von künstlerischen Formen der Darstellung gesellschaftlicher Phänomene und den vielfältigen Möglichkeiten, die sich daraus auch für die soziologische Phantasie ergeben, ihre Erzählungen über Gesellschaftliches nicht nur diesseits, sondern vor allem auch jenseits ihrer kanonisierten Formate vorzustellen.
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„Der Mensch mit abweichendem Verhalten ist ein Mensch, auf den diese Bezeichnung erfolgreich angewandt worden ist; abweichendes Verhalten ist Verhalten, das Menschen als solches bezeichnen“: Es ist einer der klassischen Sätze der Devianzsoziologie in einem der Klassiker des Feldes. Howard S. Becker betont fernab von alten und simplistischen Fragen danach, „warum Menschen Regeln brechen“, welche Situationen und welche Prozesse dazu führen, dass Menschen in Positionen geraten, in denen sie als „Regelbrecher“ betitelt werden, wie sie mit diesen Positionen umgehen und sich auch gegen diese wehren. "Außenseiter" erschien erstmals 1963 in New York und wurde 1981 bei S. Fischer in deutscher Übersetzung publiziert. Seit den frühen neunziger Jahren vergriffen, liegt seit 2014 eine von Michael Dellwing überarbeitete Version vor. In der nun neuesten Auflage enthält der Band zudem zwei neue Kapitel von Howard Becker, in denen er die Geschichte seiner Forschung reflektiert.