Johannes Rhein – författare
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Georg Lukács'' "Geschichte und Klassenbewusstsein" ist ein Werk mit einer geradezu überzeitlichen Wirkung. Als Reaktion auf das Scheitern der deterministisch antizipierten proletarischen Weltrevolution nach dem Ersten Weltkrieg erschien diese Sammlung von Essays und Aufsätzen erstmals 1923.Das Buch war aufgrund seiner scharfen Kritik am ''orthodoxen Marxismus'' für die Herausbildung des sogenannten westlichen Marxismus von zentraler Bedeutung, auch wenn Lukács es nach Kritik und Anfeindungen seitens des parteioffiziellen Marxismus widerrief. Eine emanzipatorische Linke rezipierte Lukács immer wieder, besonders wurde er 1968 wieder ins Gedächtnis gerufen. Die von ihm verwendeten Begriffe von Dialektik, Verdinglichung, Entfremdung und Totalität bieten Gelegenheit, die Notwendigkeit der Abschaffung der bestehenden Verhältnisse mit philosophisch geschliffener theoretischer Schärfe zu begründen.Nach dem katastrophischen 20. Jahrhundert stellt dieses Buch die Frage nach der Aktualität von "Geschichte und Klassenbewusstsein". Die Relevanz der genannten Begriffe wird hier betont, statt - wie im postmodernen Diskurs - kleingeredet. Die Beiträge des Bandes bewegen sich zwischen den Spannungspolen von Bewusstsein und Ideologie sowie Historizität und Geschichte.Mit Beiträgen von Àgnes Heller, Detlev Claussen, Rüdiger Dannemann, Frank Engster, Patrick Eiden-Offe, Roger Behrens, Stefan Müller, Johannes Rein, Veith Selk und Bastian Bredtmann, herausgegeben von Hanno Plass.
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PDF, Tyska, 2017209 kr
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Im Kommentarteil von Bertolt Brechts Fatzer heißt es, der Gang Fatzers durch die Stadt Mülheim werde Wirklichkeit, auch wenn er nie geschehen sei, sobald er von "genügend viele[n], genügend gute[n] Leute[n], die genügend aufgeklärt sind, […] als wahrhaftig erkannt" worden sei. Das Fragment weist so auf eine Geschichte derjenigen Taten hin, die hätten getan werden können. Es erscheint eine Vorstellung von Wirklichkeit, die die Grenzen zwischen Theater und den sozialen Verhältnissen, zwischen Fiktion und dem, was als real verstanden wird, brüchig macht und ineinander verschiebt. Das Interesse an der Wirklichkeit der Taten, die hätten getan werden können (oder in der Gegenwart, der Zukunft getan werden könnten), führt zur Frage nach dem Verhältnis von Theater und Wirklichkeit, die bei Brecht – und womöglich auch für gegenwärtiges politisches Theater? – zugleich eine nach der Lehre ist: Wie und von welcher Wirklichkeit spricht Theater, welchen Raum des Lehrens/Lernens eröffnet es und wirkt damit (vielleicht) auf Haltungen und Handlungen? Doch "unsere Handlungen kommen von der Not", heißt es auch im Fatzer. Wie also sprechen Theater und Kunst von der Not, wenn sie Wirklichkeit dar- oder herstellen? Was erlaubt Not? Was ermöglicht Lehre?Die Fünften Mülheimer Fatzer Tage haben sich in diesen Fragenkomplex begeben, um über Möglichkeiten, von Wirklichkeiten zu sprechen und sie zu erzeugen, sowie über das Lehrstück als ein für gegenwärtiges Theatermachen, für die gegenwärtigen sozialen Verhältnisse relevantes Modell nachzudenken. Und nicht zuletzt darüber, wie das Theater mit der Not umgeht. Eine Koordinate hierfür kann Fatzer sein: "Nicht eine bestimmte Erkenntnis soll durch die Lehre verbreitet, sondern eine bestimmte Haltung der Menschen soll durch sie durchgeführt werden."Der fünfte Band der Mülheimer Fatzerbücher – Not, Lehre, Wirklichkeit – gibt das Symposium sowie weitergehende Überlegungen wieder und dokumentiert die während der Fatzer Tage gezeigten Aufführungen: die japanische Erstaufführung von Fatzer durch die Gruppe Chiten (Kyoto), Fatzer als "Große Untergangsshow" in der Inszenierung von Alexandra Holtsch (Staatstheater Saarbrücken) und das über den Open Call eigens für die Fatzer Tage produzierte Performance-Konzert F++++R LIVE von OBJECTIVE SPECTACLE (Berlin).
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PDF, Tyska, 2019287 kr
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Seit Beginn des 21. Jahrhunderts erleben kontrafaktische NSDarstellungen einen Boom, der stark von audiovisuellen Medien geprägt ist. Längst finden sich solche Produktionen nicht mehr nur in Genre-Nischen, sondern erreichen ein breites Publikum. Kinofilme wie Inglourious Basterds, Serien wie The Man in the High Castle oder Computerspiele wie Wolfenstein weichen drastisch und erkennbar vom historischen Geschehen ab. Durch die Freiheit, die sie im Umgang mit der Vergangenheit an den Tag legen, sperren sie sich gegen Erwartungen an die audiovisuelle Repräsentation des Nationalsozialismus: Sie entziehen sich Fragen der Angemessenheit und unterlaufen didaktische Anliegen. Gegenüber den Konventionen der Erinnerungskultur bilden kontrafaktische Darstellungen eine Geste der Provokation. Das stellt dieser Band zur Diskussion und liefert dazu Ansätze aus unterschiedlichen Disziplinen, Einblicke in verschiedene mediale Kontexte und eine Vielzahl von Beispielen.