Jorg M. Ponnighaus – författare
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PDF, Tyska, 2025190 kr
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Jörg M. Pönnighaus'' Figuren bewohnen abgelegene Orte auf verschiedenen Kontinenten, reale Landschaften, Städte oder Dörfer unseres Landes oder auch fremde Regionen im Universum. Sie sind im Heute beheimatet, in der Vergangenheit oder sie existieren in ferner Zukunft. Reale oder fantastische, oft irritierende Ereignisse führen uns mitten in die kurzen Geschichten um gelungene oder vereitelte Lebenspläne hinein, in schicksalhafte oder selbst verursachte Umstände. Es geht um Hoffnungen, Lebenswelten, um Hinterhalt oder gar Mord, Schuld und Vergebung, um ein Stück vom Glück, um Suizid oder Lebenswillen. Immer wieder sind seine Figuren gezwungen, durch eigene Entscheidungen ihrem Dasein die Richtung vorzugeben. Und dann ist da noch das Sehnen nach einem allmächtigen oder die Enttäuschung durch einen ohnmächtigen Gott.
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PDF, Tyska, 2014145 kr
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In tagebuchartigen Erzählungen berichtet Pönnighaus aus seinem Alltag als Arzt in Tansania. Seine Aufzeichnungen scheinen auf den ersten Blick sachlich, distanziert, ohne Bewertungen und Gefühlsbeschreibungen, aber gerade durch diese scheinbare Emotionslosigkeit und Distanz gehen uns seine Erlebnisse so unter die Haut. Zutiefst berührend sind die Geschichten seiner Patienten, die teilweise in ausweglosen Situationen stecken, weit hergereist sind, allein gelassen von der Familie, weil wertlos geworden aufgrund ihrer Krankheit, manchmal trotz ärztlichen Bemühens dem Tode geweiht. Die humanitäre Arbeit erschwerend und oft schockierend sind auch die äußeren Umstände: teils unselbständig arbeitendes Krankenhauspersonal, das Anweisungen nicht befolgt - nicht böswillig, aber aufgrund einer vollkommen anderen Mentalität -, bürokratische Hürden, die Zeit und Kraft kosten, Sorge um finanzielle Unterstützung. Da stellt sich oft genug die Frage, wie ein Mensch das alles ertragen kann, ohne zu verzweifeln und den Glauben und die Hoffnung zu verlieren. Aber man spürt sehr deutlich zwischen den Zeilen die Wärme und Menschlichkeit und auch die Verantwortlichkeit, die Pönnighaus fühlt und seinen Patienten entgegenbringt. Und so freut man sich mit ihm über jede gelungene Operation oder Behandlung, die ein wenig Licht und Hoffnung ins Dunkel bringt. "Bei abnehmendem Mond" ist keine gefällige Unterhaltung, aber fesselnde, bewegende Lektüre, die ein Plädoyer für Menschlichkeit hält.
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PDF, Tyska, 2014158 kr
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Wie geht man mit der Diagnose Krebs um, wenn die Hoffnung auf Genesung äußerst gering ist? Wie geht man als Arzt damit um, an Grenzen zu stoßen, sowohl fachlich als auch menschlich? Ist es moralische Verpflichtung, auch niederschmetternde Wahrheiten auszusprechen, oder verschweigt man, um noch Hoffnung geben zu können? Pönnighaus macht es sich nicht leicht mit der Antwort auf diese Fragen, seine persönliche Betroffenheit ist immer gegenwärtig. Und doch wählt er im Gespräch mit seinen Patienten zumeist den direkten, kaum beschönigenden Weg. Das ist verstörend und beklemmend - einerseits. Andererseits sind die Aufzeichnungen der den Leidensweg begleitenden Gespräche nicht nur "Reisen zum Ende der Welt", sondern auch Geschichten vom Leben, von Hoffnung, menschlicher Nähe und Warmherzigkeit. Und sie zeigen, dass es auf die eingangs gestellten Fragen gar keine allgemeingültige Antwort gibt, denn jeder der Patienten geht vollkommen anders mit dem nahenden Tod um und somit auch mit der vom Arzt ausgesprochenen Wahrheit. Der eine rückt näher an die Familie heran, der andere begegnet dem nahenden Ende mit Gelassenheit, der nächste mit Verdrängung. Man selbst empfindet beim Lesen, wie der schwerkranke Herr Böhm, trotz Traurigkeit auch Dankbarkeit für die ehrlichen Worte: "Das war gut [...] Es hat mir erlaubt, diese seltsam schöne Erde noch einmal so richtig zu genießen."
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PDF, Tyska, 2020171 kr
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Die "Geschichten von kleinen Leuten im Vogtland" - so der Untertitel dieses Bandes - sind einerseits Zeitdokument und auf der anderen Seite auch persönliche Lebensrückschau. Die meisten der Patienten, die sich dem Arzt und Autor Pönnighaus in den Gesprächen öffnen, sind schon älter und haben den Krieg miterlebt. So werden sie im Rückblick auf diese Kriegserfahrungen zu wichtigen Zeitzeugen von Jahrzehnten, die geprägt sind von Entbehrungen, harter Arbeit, Vertreibung und Verlusten.Unvorstellbar, was manche der Erzählenden erlebt haben: Als junger Mensch getrennt vom Elternhaus, als Kanonenfutter eingesetzt, Kriegsgefangenschaften unter teilweise unmenschlichen Bedingungen. Auseinandergerissene Familien, deren Mitglieder, so sie nicht gefallen sind, in alle Winde verstreut wurden, Frauen, die ihre Kinder alleine großziehen mussten - ungewiss, ob der Ehemann und Vater je wiederkehren wird. Viele tragen aus dieser Zeit immer noch nicht nur körperliche Wunden mit sich.Gerade der Umstand, dass hier einfache Menschen - "kleine Leute" - zu Wort kommen, macht diese Zeiten lebendig, macht die Geschichten "groß". Vielen Berichten gemein ist die Tatsache, dass über die Kriegserfahrungen zuhause wie in einer stillschweigenden Übereinkunft nicht gesprochen wird. So erzählen manche der Befragten in diesem Buch zum ersten Mal.Ein zugleich spannendes und empathisches Buch, ein Buch gegen das Vergessen.