Der Rahmen dieses Buches ist die Osterweiterung der Europäischen Union im Jahr 2004. Die Autorinnen und Autoren der Aufsätze analysieren politische und ökonomische Gemeinsamkeiten und Differenzen der europäischen Staaten. Hierbei wird nicht nur die Perspektive der westlichen, älteren EU-Länder eingenommen, sondern auch jene der osteuropäischen Beitrittsstaaten. Zum Teil werden die Beitrittsländer als Gruppe untersucht, zum Teil auch einzelne osteuropäischeLänder. Weitere Beiträge untersuchen die Politik der EU der 15 nach Innen bzw. gegenüber Beitritts- und anderen Staaten, den Integrations- und Erweiterungsmodus selbst sowie Mechanismen kollektiver Identitätsbildung.
Die Autorin untersucht in einer vergleichenden Politikfeldstudie die Auswirkungen der EU-Strukturpolitik auf die Regionalpolitik in Ungarn und Polen. Die beiden Staaten passen sich in unterschiedlicher Weise an die Strukturen und Verfahren der europäischen Strukturfonds an. Die dafür verantwortlichen Faktoren analysiert die Autorin anhand der Umsetzung regionaler Vor-Beitrittsprogramme. Sie konzentriert sich auf die Frage der Partizipation sozio-ökonomisch unterschiedlicher Regionen an diesen Programmen und gelangt zu dem Fazit, dass sich in beiden Staaten während des Vor-Beitrittsprozesses im Bereich Regionalpolitik eine spezifische post-kommunistische Governance-Struktur herausgebildet hat.