Kerstin Blume – författare
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Nominalisierte Infinitive werden in der einschlägigen Literatur gerne als bona-fide-Ereignisnomina herangezogen. Das Ableitungsmuster gilt als uneingeschränkt produktiv und auch die Vererbung und Realisierung der Argumente des Basisverbs unterliegt scheinbar keinen Beschränkungen. Dagegen sind native speakers befragt über die Grammatikalität von Konstruktionen mit nominalisierten Infinitiven häufig sehr unsicher und ihre Urteile fallen widersprüchlich aus. Deshalb wurden in der vorliegenden Untersuchung nominalisierte Infinitive erstmals systematisch auf die lexikalischen und syntaktischen Eigenschaften hin getestet, die Ereignisnomina gegenüber Resultatsnomina bzw. nach Grimshaw complex event nominals gegenüber simple event nominals auszeichnen. Die Untersuchung basiert auf einer Fragebogenstudie, in der insgesamt 180 Testpersonen 320 Testsätze zur Bewertung vorgelegt wurden. Die Ergebnisse bestätigen den fundamentalen Charakter der von Grimshaw eingeführten Unterscheidung, zeigen jedoch, daß die Vererbung der Argumente des Basisverbs sowie die syntaktische Realisierung bzw. Nichtrealisierung dieser Argumente beim nominalisierten Infinitiv weitaus restringierter ist als bisher (auch von Grimshaw) angenommen wurde. Die komplexe Interaktion der durch die Untersuchung ermittelten Restriktionen wird in einem Wettbewerbsmodell simuliert, in dem jedes Prinzip proportional zu dem empirisch ermittelten Akzeptabilitätsverlust gewichtet ist, der mit seiner Verletzung einhergeht.
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In dieser Arbeit wird im Rahmen der multidimensionalen Valenztheorie und einem Modell thematischer Proto-Rollen eine universelle Theorie des Linkings von Kasus mit thematischen Rollen entwickelt, die nicht nur Voraussagen über unmarkierte Valenzen, z.B. Nominativ-Akkusativ bzw. Absolutiv-Ergativ, sondern auch über markierte, z.B. Nominativ- bzw. Absolutiv-Dativ, macht. Anhand umfangreicher Datensammlungen aus 11 Sprachen wird gezeigt, daß markierte Valenzen sprachübergreifend häufig bei Verben mit bestimmten Bedeutungen auftreten und dabei z.T. gegenüber unmarkierten präferiert sind. In der Literatur wurde bisher nur ein Teilbereich dieses Phänomens berücksichtigt, nämlich Dativ-Experiencer-Verben wie z.B. gefallen, deren Linkingverhalten zumeist durch die Funktion des Dativs, den Experiencer zu kodieren, erklärt wird. Solche Ansätze werden jedoch den Daten nicht gerecht, da die vielfältigen markierten Valenzen bei Psychverben oft keinen Dativ enthalten. Zudem wurde bislang den sprachübergreifend verbreiteten agentiven Verben mit markierten Valenzen, z.B. Interaktionsverben wie helfen und folgen nicht Rechnung getragen (umfangreiche Listen solcher Verben finden sich im Anhang) bzw. die Kasuswahl dieser Verben als idiosynkratisch behandelt. Es wird eine Markiertheitstheorie für Valenzen eingeführt, die die unterschiedliche Frequenz der belegten Valenzen vorhersagt, und es wird nachgewiesen, daß markierte Valenzen nicht durch die Affinität bestimmter Kasus zu bestimmten thematischen Rollen zustandekommen, sondern als Ganzes zur morphosyntaktischen Markierung von Verben dienen, deren Argument- und Situationsstruktur von dem für transitive Verben üblichen Muster abweicht.
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Nominalisierte Infinitive
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